PfadnavigationHomePodcastsInside USAPodcast zur US-Politik„It’s a mess“ – Wie Trumps Iran-Rhetorik Verbündete irritiertVeröffentlicht am 11.03.2026Lesedauer: 3 MinutenQuelle: AFP/OZAN KOSEDonald Trump und seine Regierung senden zunehmend widersprüchliche Signale für ihre Strategie im Iran. Mal hat man gerade begonnen, mal ist man fast fertig. Das irritiert nicht nur im eigenen Land, sondern stellt mögliche Verbündete auch vor besondere Herausforderungen.US-Korrespondentin Stefanie Bolzen ordnet im Podcast die unübersichtliche Lage in den USA ein. Und Security Correspondent Carolina Drüten berichtet aus dem Nordirak über iranische Kurden, die auf ein Signal aus Washington warten, um möglicherweise selbst den Iran anzugreifen.Hier können Sie die Folge direkt hören:

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Hier bekommen Sie einen ersten Eindruck von der Folge:In der aktuellen Folge von „Der Amerika-Effekt“ geht es um die widersprüchliche Strategie der USA im Krieg gegen den Iran und die Frage, welche Rolle kurdische Gruppen im Nordirak dabei spielen könnten.Schon in Washington zeigt sich aktuell, wie unklar der Kurs der US-Regierung ist. Während aus dem Umfeld des Präsidenten teils von einem begrenzten militärischen Einsatz gesprochen wird, fallen an anderer Stelle Formulierungen, die auf einen weitreichenden Umbau des Iran hindeuten. Genau darin liegt das Problem: Bislang bleibt offen, ob es den USA vor allem um die Schwächung des Regimes, um die Zerstörung des iranischen Atomprogramms, um einen politischen Umsturz oder doch das sonst in MAGA-Kreisen so verabscheute „Nation Building“ geht.Unklare Ziele, steigender DruckDiese Unsicherheit hat nicht nur außenpolitische Folgen. In den USA selbst sinkt laut Umfragen die Unterstützung für den Krieg. Zugleich steigen die Benzinpreise, weil die Lage rund um die Straße von Hormus die Energiemärkte belastet. Damit gerät ein Thema unter Druck, das innenpolitisch zentral ist: die Lebenshaltungskosten. Je länger der Konflikt dauert, desto schwerer dürfte es für das Weiße Haus werden, den Einsatz politisch zu rechtfertigen.Kurden als Faktor – aber nicht als LösungParallel dazu wächst im Nordirak die Nervosität. Dort, in der autonomen Region Kurdistan, sind iranisch-kurdische Oppositionsgruppen aktiv, die in der aktuellen Eskalation eine seltene Gelegenheit sehen. Ihr Ziel ist mehr Autonomie und der Sturz des Regimes in Teheran. Allein könnten diese Gruppen militärisch jedoch kaum entscheidend eingreifen.Denkbar wäre ihr Einsatz nur unter Bedingungen, die weit über lokale Unterstützung hinausgehen: mit US-amerikanischem Schutz aus der Luft, mit einer deutlich stärkeren Schwächung Teherans und mit einer breiteren Opposition im Iran selbst. Genau hier beginnt das nächste Risiko. Denn sollte das Regime ins Wanken geraten, könnten konkurrierende Gruppen um Einfluss ringen. Aus einem Krieg mit unklaren Zielen könnte dann ein Machtkampf mit unabsehbaren Folgen für die gesamte Region werden.