PfadnavigationHomePodcastsInside USAPodcast zur US-PolitikUnklare Ziele, wachsender Druck – eskaliert Trump oder zieht er zurück?Veröffentlicht am 31.03.2026Lesedauer: 3 MinutenQuelle: Getty Images via AFP/NATHAN HOWARDSechs Wochen sollte der Krieg im Iran laut Donald Trump maximal dauern. Fünf Wochen sind mittlerweile um. In Washington schwankt man zwischen weiterer Eskalation und schnellem Rückzug, während steigende Spritpreise den politischen Druck erhöhen - und die MAGA-Bewegung sich zunehmend uneinig zeigt.Hier können Sie die Folge direkt hören:

Die im Podcast angesprochene Bonusfolge des „Ernstfall“-Podcasts finden Sie hier.

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Hier bekommen Sie einen ersten Eindruck von der Folge:In der aktuellen Folge von „Der Amerika-Effekt“ geht es um die politischen und wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs für die USA. Die Regierung in Washington sendet widersprüchliche Signale bezüglich ihrer Kriegsziele und militärische Entscheidungen stellen sich zunehmend mit innenpolitischem Kalkül verknüpft dar.Nach außen betont die US-Regierung weiterhin Entschlossenheit. Der Verteidigungsminister lobt die Einsatzbereitschaft der Soldaten, spricht von Nähe zum Erfolg und vermeidet zugleich klare Aussagen über die nächsten Schritte. Genau darin liegt aber das zentrale Problem: Die öffentliche Kommunikation wirkt unübersichtlich, die Kriegsziele scheinen sich zu verschieben.Straße von Hormus als zentraler BausteinBesonders deutlich wird das beim Blick auf die Straße von Hormus. Lange galt ihre Öffnung als entscheidend. Inzwischen wird dieses Ziel deutlich seltener genannt. Sollte Washington den Einsatz beenden, ohne die Passage wieder vollständig zu sichern, hätte das weitreichende Folgen. Denn die Meerenge ist nicht nur militärisch relevant, sondern auch für Öltransporte und damit für Energiepreise weltweit. Steigende Benzinkosten könnten für Trump innenpolitisch gefährlicher werden als die militärische Lage selbst.Hinzu kommt die Unsicherheit über mögliche Verhandlungen. Zwar gibt es offenbar Kontakte über Vermittlerstaaten, doch ob daraus belastbare Gespräche werden, bleibt offen. Unklar ist sogar, ob die USA mit den tatsächlich einflussreichen Kräften in Teheran sprechen. Damit wächst das Risiko, Entscheidungen auf einer unsicheren Informationsgrundlage zu treffen.MAGA-Bewegung sucht nach EinigkeitAuch Trumps Lager wirkt nicht geschlossen. Das zeigte sich am Wochenende auf der konservativen CPAC in Dallas. Dort wurde der Ruf nach Einheit laut, zugleich traten aber auch Spannungen offen zutage. Während ein Teil der Bewegung ein hartes Vorgehen gegen Teheran unterstützt, erinnert ein anderer an die Erfahrungen des Irakkriegs und fordert einen Fokus auf innenpolitische Baustellen wie Inflation, Staatsapparat und Migration. Noch hält das Vertrauen in Trump das Lager zusammen. Doch mit Blick auf die Midterms wächst die Sorge, dass unabhängige Wähler abspringen könnten.Ob es dem Präsidenten gelingt, den Krieg zu begrenzen, die Märkte zu beruhigen und zugleich seine politische Basis zu halten, dürfte in den kommenden Monaten entscheidend werden.