Die Handwerkskammern in Mecklenburg-Vorpommern haben die fünf im Landtag vertretenen Fraktionen zu ihren politischen Plänen für das Handwerk befragt. Die Spitzenkandidaten setzen dabei unterschiedliche Schwerpunkte – Übereinstimmungen gibt es bei den Themen Bürokratieabbau, Energiekosten und Stärkung der dualen Ausbildung. Im Land gibt es rund 20.000 Handwerksbetriebe.

CDU setzt auf Energieausgleich und Investitionsförderung

CDU-Spitzenkandidat Daniel Peters nannte drei Schwerpunkte: geringere Kosten, mehr Fachkräfte und verlässliche Investitionsbedingungen. Seine Partei wolle Betriebe mit einem pauschalen Energiepreisausgleich von 30 Euro pro Einwohner und Jahr entlasten und das produzierende Gewerbe zusätzlich unterstützen. Die Ausbildung solle mit einer Azubi-Prämie von 3.000 Euro und einer kostenfreien Meisterausbildung attraktiver werden. Für Förderprogramme zugunsten kleiner und mittlerer Betriebe sollten mindestens 20 Millionen Euro pro Jahr bereitstehen. Vergaben bis 50.000 Euro werde man vereinfachen, Genehmigungsverfahren digitalisieren und beschleunigen, sagte Peters. Berufliche Abschlüsse seien akademischen gleichwertig: „Der Gesellenbrief und der Meister verdienen die gleiche Anerkennung wie Bachelor und Master.“