Das Pentagon hat erstmals eingestanden, dass kommerziell verfügbare Standortdaten benutzt werden, um Soldatinnen und Soldaten in einem Einsatzgebiet anzugreifen oder zu überwachen. In einer Antwort auf eine Anfrage des Senators Ron Wyden hat die für den Nahen Osten, Ostafrika und Zentralasien zuständige Teilstreitkraft erklärt, mehrere diesbezügliche Bedrohungsmeldungen erhalten zu haben. Das United States Central Command (CENTCOM) ist unter anderem für jene Truppen verantwortlich, die die Angriffe gegen den Iran führen. Aus der Antwort geht nicht hervor, um was für eine Bedrohung es sich handelt geht und welche Truppenteile betroffen waren. Wyden und andere Abgeordnete kritisieren, das US-Verteidigungsministerium vernachlässige den Schutz der Truppe.
Wyden hatte unter anderem gefragt, ob es den Truppenangehörigen im Einsatzgebiet untersagt worden sei, persönliche Smartphones zu nutzen. Sollte das nicht der Fall sein, verlangte der Senator Auskunft über etwaige Maßnahmen, die verhindern, dass Standortdaten von diesen Geräten gesammelt und verkauft würden. In der Antwort vom 14. April erklärt das CENTCOM, dass es ein solches Verbot nicht gebe und die Empfehlung, die Sammlung von Standortdaten abzuschalten, nicht ausreichend sei. Die Soldatinnen und Soldaten sollten deshalb weitere Sicherheitsmaßnahmen umsetzen. Dabei geht es vor allem um Daten, die für Onlinewerbung gesammelt werden.










