In Deutschland wächst die Zahl der Superreichen rasant. Laut dem aktuellen „Global Wealth Report“ der Boston Consulting Group (BCG) besitzen rund 5000 Menschen mit einem Finanzvermögen von jeweils mehr als 100 Millionen Dollar inzwischen 27,3 Prozent des gesamten deutschen Finanzvermögens – Tendenz steigend.
Der BSW-Bundesvorsitzende Fabio De Masi findet dafür klare Worte. Gegenüber unserer Redaktion bezeichnet er die Entwicklung als „obszön“ und zieht einen historischen Vergleich: Die Lage erinnere an die Kaiserzeit und habe „mit Leistungsgerechtigkeit nichts zu tun“.
Zwei Prozent Steuer bei über 100 Millionen Euro Vermögen
„Es ist höchste Zeit für eine angemessene Besteuerung extremer Vermögen in Deutschland!“, sagt De Masi. „Die arbeitende Bevölkerung verzweifelt an hohen Preisen und die Infrastruktur verlottert, während selbst in einer stagnierenden Wirtschaft die Dividenden fließen.“
Der BSW-Politiker verknüpft seine Forderung mit dem Hinweis auf steigende Lebenshaltungskosten, marode Infrastruktur und eine wirtschaftlich schwache Konjunkturlage. Zusätzliche Steuereinnahmen dürften dabei nicht in einer „desolaten Haushaltspolitik oder Rüstungsindustrie versickern“, sondern müssten gezielt in das Bildungssystem der Länder fließen.










