Nicht Sven Schulze. Aber auch nicht Ulrich Siegmund. Sahra Wagenknecht hat zum Auftakt des Wahlkampfs in Sachsen-Anhalt ihre Linie für die Staatskanzlei gezogen. Die CDU soll nach der Landtagswahl im September den Posten des Ministerpräsidenten verlieren. Die AfD soll trotzdem nicht einfach übernehmen. „Von uns wird Sven Schulze keine Stimme kriegen“, sagte Wagenknecht am Mittwochabend im Volkspark Halle.
Die Spitzenkandidatin des BSW, Claudia Wittig, sagte dieser Zeitung nach der Veranstaltung ebenfalls, ihre Partei werde keinen Christdemokraten zum Ministerpräsidenten wählen. In Umfragen liegt die AfD deutlich vorn, das BSW bei vier Prozent. Sollte das BSW den Sprung über die Fünfprozenthürde schaffen, wäre es für eine Regierungsbildung rechnerisch kaum zu umgehen.
„Wir streben keine Ministerämter an“
Doch auch als „Zünglein an der Waage“, wie Wagenknecht es nannte, wolle man nicht in eine Regierung eintreten. „Wir streben keine Ministerämter an.“ Das BSW habe aus der Vergangenheit gelernt. „Es war ein Fehler, dass wir 2024 in Landesregierungen gegangen sind“, sagte Wagenknecht. Gemeint sind die Regierungsbeteiligungen in Thüringen und Brandenburg. Dadurch habe die Partei Vertrauen verspielt. „Wir sind völlig einig: Wir gehen nicht den Weg, den damals Thüringen gegangen ist.“








