Zwischen Hügeln und Olivenbäumen: die idyllische Landschaft Umbriens. PD Das Meer ist weit weg, dafür lockt Umbrien mit sanft gewellten Hügeln, verwunschenen Dörfern und spektakulären Aussichten.«Angenehm ruhig ist es jetzt», sagt Martina Angeli. Im Winter und Frühjahr kommen nur echte Fans und Kenner nach Umbrien. Menschen, die wissen, dass es frisch gepresstes Olivenöl gibt, dichten Morgennebel, der meist einem sonnigen Tag weicht, und nur wenige Touristen.Martina hat jetzt Zeit für ein Schwätzchen. Sie steht hinter dem Tresen in ihrer holzgetäfelten Bottega del Bove und erklärt sachkundig die Unterschiede der verschiedenen Rotweine oder die Eigenschaften des Pecorino-Käses.Montefalco ist für Wein und Öl bekannt. Aber auch für seine Schönheit. Das 5250-Einwohner-Dorf ist einer jener Bilderbuchorte, die zur italienischen Vereinigung «I borghi più belli d’Italia» gehören. An der autofreien Hauptgasse reihen sich charmante Läden und gemütliche Lokale Tür an Tür.Bei Tessitura Pardi gibt es fein gewobene Tisch- und Bettwäsche, im Caffè del Corso wird der Apéritif getrunken, und im Ristorante Castel Petroso stehen Tagliatelle mit Wildschwein-Ragù und Kalbsfilet an Sagrantino-Wein-Sauce auf der Tageskarte. Der Corso führt schnurgerade und steil nach oben bis zur fast runden Piazza del Popolo mit gut erhaltenen aristokratischen Palazzi und netten Terrassenlokalen. Im kleinen Örtchen Montefalco reihen sich charmante Läden an gemütliche Lokale. PD In den labyrinthischen Nebengassen taucht man hingegen in eine stille Welt aus rauem Naturstein, verschlossenen Wohnhäusern und scheuen Katzen ein. Die Stadtmauer und die Türme zeugen von einer Vergangenheit als befestigte Burg – eine von vielen, die auf den Hügelkuppen Umbriens thronen und das streitbare Naturell ihrer einstigen Bewohner offenbaren.Auch das malerische Dorf Spello, das berühmte Pilgerstädtchen Assisi oder die von einer beeindruckenden Mischung aus römischer, mittelalterlicher und Renaissance-Architektur geprägte Stadt Todi kleben auf Erhebungen und bieten eine Aussicht, die früher überlebenswichtig war und heute einfach nur schön ist. Spello gilt als eines der schönsten Dörfer Italiens. Getty Images Kunst, Schokolade und viele HöhenmeterDie Bewohner von Umbriens Hauptstadt Perugia sehen das ein wenig anders. «Schön, ja», lautet der gängige Kommentar, «aber auch schön anstrengend». Zwischen Bahnhof und Altstadt liegt ein Höhenunterschied von gut 150 Metern. Laufen und Koffertragen ist da keine Option. Zum Glück gibt es Rolltreppen, Lifte und eine Minimetrò, die fast im Minutentakt hinauf- und hinunterfahren. Wer das Glück hat, im Centro storico zu wohnen, bleibt zumeist einfach dort.In den Renaissancepalästen am zentralen Corso Vannucci befinden sich die Boutiquen von Max Mara und Luisa Spagnoli, in der Gioielleria Forghieri gibt es wertvolles Tafelsilber sowie Juwelen von Buccellati und Fabergé. Im Caffè Sandri wird die hauseigene heisse Schokolade zwischen holzvertäfelten Wänden und unter einer gewölbten, mit Fresken bedeckten Decke serviert. Schokolade gibt es gefühlt an jeder Ecke – Perugia gilt als Italiens Schokoladenhochburg. Weltweit bekannt sind die Baci Perugina, kaum bekannt ist bis jetzt die Città del Cioccolato, ein nagelneues Erlebnismuseum, in dem sich alles um Kakao dreht. Ist man in der Altstadt von Perugia angekommen, kann man sich auf den Treppen vor dem Dom eine kurze Verschnaufpause gönnen. PD Kunstfreunde kommen in Umbriens Nationalgalerie auf ihre Kosten. Sie bespielt die oberen Etagen des imposanten Palazzo dei Priori und zeigt in rund vierzig Sälen eine der reichhaltigsten Kunstsammlungen Italiens mit Meisterwerken von Perugino, Fra Angelico und Piero della Francesca. Auf der gegenüberliegenden Seite der Piazza steht der Dom von Perugia, dessen Fassade aus rosafarbenem und weissem Marmor unvollendet geblieben ist. Den überraschend hellen Innenraum der Kathedrale kann man kostenlos und ohne anzustehen besichtigen. Danach setzt man sich zwischen die vielen Studenten des Universitätsstädtchens auf die breiten Domtreppen oder auf die Terrasse des hübschen Café Turan gleich daneben.Die älteste Textiltradition ItaliensVom Domplatz aus ist es nur ein kurzer Spaziergang bis zur entweihten Franziskanerkirche San Francesco delle Donne aus dem 13. Jahrhundert. Hier arbeiten die vier Weberinnen des Laboratorio Giuditta Brozzetti an historischen Webstühlen und halten damit die archaischen Holzgeräte und die antiken Techniken am Leben. Früher besass in Umbrien jeder Haushalt einen Webstuhl. Elisa Brufani und Eris Curo «Dies ist eine der letzten handwerklich arbeitenden Webereien Italiens», erzählt die Inhaberin Marta Cucchia, «meine Urgrossmutter hat sie vor über hundert Jahren gegründet, ich bin die vierte Generation.» Umbrien ist die Region mit der ältesten Textiltradition Italiens. In fast jedem Haushalt stand früher ein Webstuhl, und jedes Dorf hatte seinen eigenen Stil. Perugia war berühmt für blau-weiss gemusterte Stoffe, die sogenannten «pannili alla peroscina», die auf Kunstwerken von Giotto, Ghirlandaio und Leonardo da Vinci – auch im Gemälde «Das letzte Abendmahl» – verewigt sind.«Natürlich ist es uns ein Anliegen, die alten Motive zu erhalten», sagt die studierte Innenarchitektin Marta Cucchia, «aber wir erfinden auch gerne etwas Neues.» Etwa schön gemusterte Handtaschen mit einem Bambusgriff wie bei Hermès. Oder bunt gestreifte Kissenbezüge, Tischdecken und Schals, die man in der Kirche kaufen kann.«Dass in dieser Region so viel gewoben wurde, hat einen einfachen Grund: Armut», sagt Brunello Cucinelli. Der international bekannte Modeschöpfer stammt selbst aus einer einfachen Bauernfamilie – und natürlich stand auch bei ihm ein Webstuhl im Haus. Seine Tante brachte ihm das Handwerk bei. Seine ersten Pullover waren der bescheidene Versuch, Luciano Benetton zu imitieren. Heute ist Brunello Cucinelli das wohl bekannteste Aushängeschild Umbriens. Der Ort, an dem seine luxuriösen Kaschmirkreationen entstehen, ist eine Sehenswürdigkeit. Solomeo thront selbstverständlich auch auf einem Hügel. Schon im 14. Jahrhundert gab es hier eine Kirche, eine honigfarbene Burg und ein gutes Dutzend Wohnhäuser.Man lebte beschaulich, viele hundert Jahre lang. «Noch in den 1960er Jahren war dies ein lebendiges Dorf. Ich erinnere mich daran, wie die älteren Bewohner vor ihren Häusern sassen und mit ihren Stühlen dem Schatten nachrückten», erzählt Brunello Cucinellis Ehefrau Federica. Sie ist in Solomeo aufgewachsen. Ihre Familie blieb auch, als die Landflucht begann, die Bevölkerung schrumpfte und Anfang der 1970er Jahre nur noch 250 Menschen im Dorf lebten. Die alte Kirche in Solomeo, wo Brunello Cucinelli seine Modemarke gründete. PD 1985 kauft Brunello Cucinelli die Burg, einen herrschaftlichen Palazzo aus dem 17. Jahrhundert, sowie acht verlassene Häuser, die damals eher Ruinen als Gebäude waren. Fast drei Jahrzehnte lang restauriert er den Ortskern, lässt die Strassen neu pflastern und baut ein Theater im Renaissancestil mit 240 Plätzen und einer vorgelagerten Freilichtarena, in der jeden Sommer ein klassisches Musikfestival stattfindet.Solomeo wird zur mittelalterlichen Zentrale eines expandierenden Modeimperiums und zum Ziel kultivierter Reisender mit einer Vorliebe für Kaschmir. «Ich wollte meinem Umbrien etwas Würde geben», sagt der Modeunternehmer, der sich seit langem intensiv mit Philosophie und Ästhetik beschäftigt und den sogenannten humanistischen Kapitalismus vertritt. «Nichts ist für immer, aber wir sollten versuchen, unsere Sache gut zu machen und etwas Schönes zu hinterlassen.»Ein Dorf wird wiederbelebtSolomeo hat Glück gehabt. Das nahe gelegene Panicale auch. An einem sonnigen Samstagmorgen sitzt dort das halbe Dorf auf der winzigen Piazza Umberto I. und geniesst Wein und Torta, eine lokale Spezialität in Form eines Sandwiches.Die Terrassentische der beiden sich gegenüberliegenden Cafés sind fast alle besetzt. In der Umgebung befinden sich drei Restaurants, ein Geschäft, das Keramiken, Kaschmirschals und Krimskrams verkauft, sowie der Dorfbasar, in dem man T-Shirts, Zeitungen und Briefmarken kaufen kann.Auch Panicale wurde knapp vor dem Aussterben gerettet – allerdings nicht durch einen Italiener mit humanistischen Visionen, sondern durch eine bunt zusammengewürfelte, multikulturelle Gemeinschaft, der das friedliche Dorfleben und die zutiefst landwirtschaftlich geprägte Umgebung am Herzen liegen. In Panicale spielt sich das Dorfleben auf der Piazza ab. PD «Meine Eltern haben diesen zauberhaften Ort vor rund dreissig Jahren eher zufällig entdeckt und sich sofort in ihn verliebt», erzählt Christiane Wassmann. «Sie erwarben ein altes Bauernhaus, legten einen Gemüsegarten an und kümmerten sich um die zweitausend Olivenbäume, die auf ihrem Land standen.»Christiane und ihre charismatische Mutter Elida Wassmann brachten Leben ins Dorf. Verwandte, Freunde und Freunde der Freunde kamen erst nur kurz zu Besuch, dann auch für länger. Jeder kennt jeden, und selbst die Ältesten unter den Einheimischen haben sich an die Fremden gewöhnt, die sich so mühelos ins Dorfleben eingliedern und immer dort einspringen, wo Not am Mann ist.Sie übernahmen die kleine Dorf-Bottega, in der es frisches Brot, Obst und Gemüse, Putzmittel, WC-Papier und andere nützliche Dinge gibt – es gab niemanden, der sie der betagten Besitzerin abnehmen wollte –, sowie diverse renovierungsbedürftige Gebäude und die Olivenernte in den Feldern rund um Panicale.Im Jahr 2020 eröffneten die Wassmanns das schicke Rastrello Boutique Hotel in einer 500 Jahre alten Renaissancevilla im historischen Dorfkern. Seitdem gibt es eine Alternative zu den abendlichen Treffen auf der Piazza: Die Jazz-Aperitivi im Hotelgarten gelten als «the place to be» und auch das Restaurant des Hauses ist beliebt. Für Gäste von ausserhalb stehen zudem sechzehn Zimmer und drei Apartments bereit, alle mit Holzböden, von dicken Balken getragenen Terrakotta-Decken, bequemen Betten und schönster Aussicht auf den Lago di Trasimeno. Mitten in Panicale befindet sich das Rastrello Boutique Hotel in einer idyllischen alten Villa. PD Vom Massentourismus verschontDer Lago di Trasimeno ist der viertgrösste See Italiens und zählt zu den unterschätzten Schätzen des Landes. Hier gibt es keine Wasserparks, keine Hollywood-Villen, keine Partyszene, keinen Glamour – obwohl Stars wie George Lucas, Colin Firth und Ed Sheeran ganz in der Nähe Häuser besitzen. Dafür punktet der See mit viel Natur, drei Inseln, einer jahrtausendealten Fischereikultur und den idyllischen Küstenorten Castiglione del Lago und Passignano sul Trasimeno, deren hübsche Läden, gute Trattorien und beschauliche Badebuchten für einen recht ordentlichen Sommertourismus sorgen. Der Lago di Trasimeno ist der grösste See der Apenninhalbinsel. PD Denn Umbrien ist touristisch gesehen immer noch ein fast weisser Fleck auf der Landkarte. Abgesehen von den beiden auch international bekannten Highlights Umbria Jazz in Perugia sowie der Musik-, Kunst- und Theaterveranstaltung Festival dei Due Mondi in Spoleto gibt es kaum massentaugliche Attraktionen.Auch die etwas holprige Anbindung mit Autobahn, Schienennetz und Flughäfen ist nicht besonders besucherfreundlich. Stattdessen winden sich schmale, kurvenreiche Strassen durch üppig grüne Hügellandschaften mit trutzigen Bauernhäusern, Burgen und Bergdörfern. Olivenhaine wechseln sich mit Weinbergen und Getreidefeldern ab. Die Region gilt als ein wenig rau, die Bewohner als ein wenig verschlossen, man vermisst ein wenig das so heitere wie unverbindliche Dolce-Vita-Gefühl.Aus alten Bauernhäusern entstehen Villen«Macht nichts», sagt Graf Benedikt Bolza, «wir sind zufrieden mit dem, was wir haben.» Kein Wunder, denn sein Besitz ist schwer zu schlagen: ein tausendjähriges Schloss und 50 teilweise noch verwahrloste, nur wenig jüngere Bauernhäuser, 1500 Hektaren Land mit Feldern, drei Seen, Weinbergen und Olivenbäumen, Stallungen und Pferden sowie eine gigantische Halle, in der früher Tabak verarbeitet wurde und in der er jetzt sein Design- und Architekturstudio eingerichtet hat.Auch bei Benedikt Bolza waren die Eltern die Vorhut: Der aus Ungarn stammende Graf Antonio Bolza und seine österreichische Frau entdeckten Umbrien in den 1980er Jahren, als sie auf der Suche nach einem neuen Familiensitz waren. Sie fanden eine einsame Kirche mit angegliedertem Wohnhaus, die auf der Kuppe eines Hügels stand und die ihnen von der zuständigen Diözese gerne und für wenig Geld überlassen wurde. Was sie damals nicht wussten: Ihr neues Heim war eine winzige Insel inmitten der weitläufigen Ländereien von Castello di Reschio. Um es kurz zu machen: 1994 gelang es den Bolzas, den ganzen Besitz zu kaufen. Aber was tun damit?«Ich studierte damals Architektur in London», erzählt Benedikt Bolza, «danach zog ich jungvermählt mit meiner florentinischen Frau Nencia nach Reschio. Wir richteten uns im Schloss ein, weil es der einzige Ort war, an dem man irgendwie wohnen konnte. Das Dach war undicht, wir hatten kaum Strom und keine Heizung. Aber wir waren jung und verliebt und empfanden das Ganze als sehr romantisch. Ausserdem gab es eine spannende Aufgabe: Wir wollten die alten, weit verstreuten und völlig verwahrlosten Bauernhäuser renovieren. Um das zu finanzieren, mussten wir Menschen finden, die sie kaufen und von mir neu gestalten lassen würden.» Das idyllische Castello di Reschio auf dem Anwesen der Familie Bolza, das heute auch als Hotel fungiert. PD Heute sind 33 Villen fertig, einige davon werden an zahlende Gäste vermietet, die meisten ganz oder teilweise von ihren Besitzern bewohnt. Fertig geworden ist auch das Hotel, das lange ein ferner Traum zu sein schien. Es ist im historischen Schloss untergebracht – «Castello di Reschio» zählte 2021 zu den wohl am meisten antizipierten Neueröffnungen der Welt.«Was uns wichtig war und uns, wie ich glaube, von anderen Hotels unterscheidet, ist, dass unsere Gäste tatsächlich unsere Gäste sind», erklärt Graf Benedikt, «meine Familie lebt hier, wir sind täglich vor Ort und ansprechbar. Meine Frau und ich haben Reschio so eingerichtet, wie wir es für uns selbst getan hätten. An den Wänden hängen alte Porträts, die ich auf Antiquitätenmärkten gefunden habe, viele Möbel habe ich eigens für bestimmte Räume gestaltet.»Man kann faul am Pool unter schattenspendenden Schirmpinien liegen, die Kunst der Stickerei erlernen, Einblicke in die Heilpflanzenkunde erhalten, Tennis spielen oder auf einem weissen Andalusier zu einem Ausritt in die weite, grüne und wilde Landschaft von Reschio starten – eine schönere Art, Umbrien zu entdecken, gibt es nicht.Die besten Tipps für UmbrienAnreiseAm besten mit dem Zug. Auf der multimodalen Buchungsplattform Omio kann man unterschiedliche Verkehrsanbieter und Fahrpläne vergleichen sowie Zug- und Busverbindungen buchen.Rastrello Boutique Hotel, PanicaleZwei mit modernem Geschmack renovierte Gebäude aus dem 14. Jahrhundert, verbunden durch einen kleinen Garten mit Pool und eine Terrasse mit Aussicht. In den Gängen hängen halbblinde, goldgerahmte Spiegel, in den Zimmern liegen Bildbände von Annie Leibovitz und Peter Lindbergh, im Restaurant gibt es Auberginen-Cannelloni und den besten Burger weit und breit. In historischen Gemäuern: das charmante Rastrello Boutique Hotel. PD Rastrello Boutique Hotel, DZ ab 276 EuroHotel Brufani, PerugiaEin 1884 eröffnetes Grand-Hotel alter Schule mit kunstvoll verlegten Parkettböden, Kronleuchtern, fein gemusterten Stofftapeten sowie 94 Zimmern und Suiten mit Antiquitäten, Marmorbädern und Balkonen. Zum Hotel gehören das gediegene Restaurant Collin’s, eine schicke Bar gleich daneben und ein Spa mit Pool in mittelalterlichen Gewölben.Hotel Brufani, DZ ab 189 Euro«Vocabolo Moscatelli», UmbertideEin stimmungsvolles Hotel in einem umgebauten Kloster aus dem 12. Jahrhundert. Die zwölf Zimmer sind mit Kunst, Designermöbeln und mutigen Farben gestaltet, verlockend sind auch der Travertin-Pool im Garten und das Restaurant mit lokaler, biologischer Küche.«Vocabolo Moscatelli», DZ ab 420 Euro«Castello di Reschio», Lisciano NicconeDie Zimmer wirken wie Salons, die Bäder sind riesig und punkten mit freistehenden Badewannen, der Innenhof wurde in eine orangerieähnliche Bar-Lounge verwandelt. Dazu gibt es zwei Restaurants mit feiner Farm-to-table-Cuisine und ein mystisches, unterirdisches römisches Bad. Die Zimmer und Suiten sind elegant und schlicht gestaltet. PD «Castello di Reschio», DZ ab 1179 Euro«Nun Assisi», AssisiDie hochgewölbten Decken, mit Fresken verzierten Wände und antiken Terrakotta-Böden des ehemaligen Klosters bilden einen reizvollen Kontrast zum minimalistischen Designermobiliar des Hotels. Dazu gehören auch ein römisches Spa und ein schickes Restaurant.«Nun Assisi», DZ ab 639 EuroRestaurants«Lillo Tatini», PanicaleBianca Boldrini leitet das gemütliche Restaurant, in dem sich früher der Lebensmittelladen ihres Urgrossvaters befand. In der Küche bereitet ihre Mutter, Patrizia Spadoni, hausgemachte Tagliatelle mit Ragù, mit Eigelb gefüllte Ravioli «alla carbonara» sowie Wildschwein an Rotwein mit Rosinen und Schokolade zu. Früher Lebensmittelladen, heute Restaurant: Das «Lillo Tatini» in Panicale. PD «Lillo Tatini»«Ada», PerugiaEin elegantes Altstadtlokal mit verglastem Kochlabor, zwei Räumen und Galerie. Dass die Küchenchefin Ada Stifani eine ausgebildete Chemikerin ist, zeigt sich in ihren gewagten Kombinationen und den kontrastierenden Konsistenzen. Für den Guide Michelin ist diese köstliche Kreativität einen Stern wert. Das Restaurant Ada in der Altstadt von Perugia zeichnet sich durch seine kreativ gewagte Küche aus. «Ada Gourmet»«L’Officina», PerugiaFans von Spaghetti al pomodoro dürfen sich freuen, denn hier gibt es die besten, zubereitet mit drei Tomatensorten. Das lässig-schicke Lokal mit Ledersesseln, Kunst und cooler Musik hat aber auch andere Überraschungen zu bieten, darunter ein Topinambur-Gericht, das wie eine Artischocke aussieht und schmeckt. Wer hier speist, bestellt Spaghetti al pomodoro. PD «L’Officina»«L’Aquario», Castiglione del LagoDas charmante Lokal liegt mitten im Dorf, hat hell gedeckte Holztische, eine Holzbalkendecke und eine Terrasse. In der Küche werden umbrische Traditionen zelebriert und Fische aus dem See verwendet. Zu den beliebtesten Gerichten zählen Pasta mit Schleie und Karpfen, der auf Porchetta-Art zubereitet wird.L’Aquario«Centumbrie», AgelloEin junges Projekt, das Landwirtschaft, Ölmühle, Weinkeller, Mühle, Bäckerei und Gastronomie vereint. Das neue Bistro wirkt urban, kosmopolitisch und heiter. Es lockt mit einer 150 Quadratmeter grossen offenen Küche, Menus aus besten Zutaten, einer interessanten Weinkarte und einer Terrasse. Auch Burger-Liebhaber kommen in Umbrien auf ihre Kosten. Alberto Blasetti «Centumbrie»«La Locanda del Cardinale», AssisiGeschichte und Gegenwart vereinen sich in einem Palazzo aus dem 16. Jahrhundert mit am Zeitgeist orientierter Einrichtung. Das Lokal nimmt seine Gäste mit auf eine Reise durch Umbriens verschiedene Spezialitäten. Dazu gibt es eine Auswahl unter tausend Weinetiketten.«La Locanda del Cardinale»«L’Alchimista», MontefalcoSympathische Enoteca am Hauptplatz mit Tischen vor der Tür. Der Schwerpunkt liegt auf den Weinen aus Umbrien, Italien und dem Rest der Welt. Dazu gibt es eine überschaubare Menukarte mit leicht überarbeiteten lokalen Spezialitäten wie Strangozzi (Pasta) mit Pesto aus wildem Knoblauch.«L’Alchimista» Newsletter Die besten Artikel aus «NZZ Bellevue», einmal pro Woche von der Redaktion für Sie zusammengestellt.