Eine umweltfreundliche Stahlproduktion, ohne CO2-Emissionen: Mit diesem Versprechen ist das US-Startup Boston Metal an den Start gegangen. Es hatte im vergangenen Jahr bereits das weltweite erste Werk dafür in Schweden in Angriff genommen. Jetzt hat das Unternehmen eine Finanzierungsrunde in Höhe von 75 Millionen US-Dollar abgeschlossen – für die Produktion kritischer Metalle. Das hat die US-Ausgabe MIT Technology Review exklusiv erfahren.Anzeige

Millionen-Finanzierung für Herstellung kritischer Metalle

Neben der Anwendung bei der Stahlproduktion hat Boston Metal auch daran gearbeitet, seine Technologie bei anderen Metallen einzusetzen. Besonders im Fokus stehen hier Niob, Tantal und Zinn. Für die Produktion dieser kritischen Materialien errichtet die Tochtergesellschaft Boston Metal do Brasil aktuell eine kommerzielle Anlage in Brasilien.

Die frischen Gelder sollen den Betrieb des neuen Werks unterstützen, ebenso den Weg ebnen, um künftig auch Metalle wie Vanadium, Nickel und Chrom zu produzieren, sagt Boston-Metal-CEO Tadeu Carneiro. Die Finanzierung erfolgt, nachdem das Unternehmen nach einem Arbeitsunfall in der brasilianischen Anlage Anfang dieses Jahres mit Liquiditätsproblemen zu kämpfen hatte.Anzeige