Schwere Kämpfe erschüttern seit Jahrzehnten den Osten der Demokratischen Republik Kongo. Rebellengruppen kämpfen dort immer wieder gegen das Militär. Eine große Zahl von Binnenflüchtlingen lebt unter beengten Verhältnissen in provisorischen Lagern. Dort droht sich das Ebolavirus weiter auszubreiten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor einer »katastrophalen Kollision von Krankheit und Konflikt«.

»Wir können weder das Vertrauen der Bevölkerung gewinnen noch Kranke isolieren, während Bomben fallen«, schreibt WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus auf der Plattform X. Er appelliert an die Kriegsparteien, sich auf einen sofortigen Waffenstillstand zu einigen, damit der Ausbruch eingedämmt werden kann.Weil es keinen exakt passenden Impfstoff und keine speziellen Medikamente gegen die kursierende Ebola-Variante gibt, kann die Infektionskette nur unterbrochen werden, wenn Infizierte unter höchsten Sicherheitsstandards behandelt werden und ihre Kontakte sich für drei Wochen isolieren. Wegen der anhaltenden Kämpfe würden Menschen aber immer wieder vertrieben, und Kontaktpersonen von Infizierten könnten sich in überfüllten Flüchtlingslagern nicht von anderen fernhalten. »Wir bitten dringend, das Überleben der Menschen über alles andere zu stellen«, schreibt Tedros.