Uber nutzt KI intensiv – doch inwiefern sich das wirklich lohnt, ist dem Unternehmen offenbar selbst nicht ganz klar. Im April erklärte Ubers Chief Technology Officer Praveen Neppalli Naga im Gespräch mit The Information, das jährliche Token-Budget der Firma sei bereits aufgebraucht. Doch ein klarer Zuwachs an nützlichen Funktionen für Verbraucher zeichne sich bisher nicht ab, sagte nun Uber-Präsident Andrew Macdonald im Podcast Rapid Response.

„Dieser Zusammenhang ist noch nicht gegeben. Ich denke, vielleicht wird implizit mehr ausgeliefert, aber es ist sehr schwer, eine Verbindung zwischen einer dieser Kennzahlen und der Aussage ‚okay, jetzt produzieren wir tatsächlich 25 Prozent mehr nützliche Verbraucherfunktionen‘ herzustellen“, sagte Macdonald in dem Podcast. Dass sich der Nutzen von KI-Investitionen in Unternehmen kaum belastbar messen lässt, ist aktuell ein Problem bei vielen Firmen. Macdonald: „Ich denke, in den kommenden Quartalen und Jahren wird das vielleicht klarer werden, aber ich glaube, heute ist es schwierig, auch wenn einige der zugrunde liegenden Kennzahlen einen wirklich astronomischen Trend aufweisen.“

Zuletzt KI-Nutzung stark ausgeweitet

Wie ein Großteil der Tech-Branche hat auch Uber letztes Jahr immer mehr KI implementiert. Das Unternehmen ließ sie von Mitarbeitern aus allen Abteilungen in ihre Arbeitsabläufe integrieren. „Wir beobachten eine zunehmende Nutzung dieser Tools, sei es in unserer Rechtsabteilung, im Marketingteam oder bei den Entwicklern“, sagte Uber-CEO Dara Khosrowshahi in einem Investorengespräch. Aktuell werde etwa 10 Prozent des Codes des Unternehmens von autonomen Agenten erstellt. Diese KI-Mehrkosten kompensiere das Unternehmen durch die Einstellung von weniger Mitarbeitern, sagte Khosrowshahi.