PfadnavigationHomePanoramaUntersuchungshaftMann stellt „Arbeit macht frei“-Torbogen vor Finanzamt – Er soll hohe Steuerschulden habenStand: 11:27 UhrLesedauer: 2 MinutenDer Verdächtige baute das Tor mit dem Schriftzug „Arbeit macht frei“ des KZ Auschwitz nachQuelle: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpaEin 33-Jähriger sitzt in Untersuchungshaft, weil er vor einem Finanzamt in Niederbayern NS-Symbole und Nachbauten mit Anspielungen auf Konzentrationslager aufgestellt haben soll. Die Ermittler werfen ihm Volksverhetzung vor.Ein 33-Jähriger sitzt in Untersuchungshaft, nachdem er vor einem Finanzamt in Niederbayern zwei Holzkonstruktionen mit Anspielungen auf die Konzentrations- und Vernichtungslager der Nationalsozialisten aufgestellt haben soll. Gegen ihn werde wegen des Verdachts der Volksverhetzung und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt, teilte die Generalstaatsanwaltschaft München mit. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung darüber berichtet.Dem Mann wird vorgeworfen, Mitte März im Eingangsbereich des Finanzamtes im niederbayerischen Eggenfelden einen Nachbau eines KZ-Torbogens aufgestellt zu haben. Der drei mal vier Meter große Torbogen aus Holz war mit mehreren Hakenkreuzen sowie dem Schriftzug „Arbeit macht frei“ versehen, der unter anderem über dem Tor des größten Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz angebracht war. Der Mann soll die Konstruktion heimlich in seinem Atelier gebaut haben.Mitte April soll der Mann im Eingangsbereich des Finanzamtes im Landkreis Rottal-Inn erneut eine Holzskulptur aufgestellt haben, die offensichtlich einen Ofen eines NS-Konzentrations- und Vernichtungslagers darstellen sollte und einem Kamin nachempfunden war. An der Holzkonstruktion waren mehrere Hakenkreuze sowie die Aufschrift „Zyklon B, SS-kaliert“.Nach Informationen der „Bild“ identifizierten Ermittler den Tatverdächtigen anhand von Fingerabdrücken an den Holzkonstruktionen. Der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft bestätigte zudem: „Der Beschuldigte befindet sich aufgrund eines Haftbefehls des Amtsgerichts Landshut in Untersuchungshaft. Zuvor hatte er in anderer Sache eine Ersatzfreiheitsstrafe verbüßt.“Der Verdächtige soll hohe Steuerschulden haben, nachdem die Einnahmen seiner Werbeagentur vom Finanzamt geschätzt worden seien. Laut „Bild“ soll es um rund 70.000 Euro gegangen sein. Dabei habe er seit Jahren keine Umsätze mehr erwirtschaftet. „Das wuchs ihm alles über den Kopf“, wird die Mutter des Verdächtigen zitiert. „Mein Sohn ist weder Extremist, noch ist er Antisemit.“Lesen Sie auchDer 33-Jährige hatte zunächst eine Ersatzfreiheitsstrafe verbüßt, da er eine Geldstrafe wegen eines Verkehrsdelikts nicht bezahlt hatte. Nun sitzt er nach Auskunft des Sprechers der Generalstaatsanwaltschaft wegen der Vorwürfe in Eggenfelden aufgrund eines Haftbefehls des Amtsgerichts Landshut in Untersuchungshaft. Laut „Bild“ nahmen die Ermittler Fluchtgefahr an, weil der Mann zwar seit seiner Kindheit in Bayern lebt, aber einen polnischen Pass besitzen soll.Die Ermittlungen dauern nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft weiter an. Im Falle einer Verurteilung drohen dem Mann wegen Volksverhetzung und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen bis zu fünf Jahre Haft.dpa/kami
Bayern: Mann stellt Nachbau von „Arbeit macht frei“-Torbogen vor Finanzamt - WELT
Ein 33-Jähriger sitzt in Untersuchungshaft, weil er vor einem Finanzamt in Niederbayern NS-Symbole und Nachbauten mit Anspielungen auf Konzentrationslager aufgestellt haben soll. Die Ermittler werfen ihm Volksverhetzung vor.







