Vor einem Vierteljahrhundert wurde Erin Brockovich, 65, durch einen Oscar-prämierten Film weltweit bekannt – heute warnt die US-Umweltaktivistin vor Rechenzentren für künstliche Intelligenz. Brockovich schrieb auf ihrer neuen Website , Technologiekonzerne lieferten sich vielerorts ein »Rennen, um KI-Infrastruktur aufzubauen«. Die Zentren verbrauchten aber enorme Mengen an Energie und Kühlwasser und erhöhten damit die Preise für Verbraucherinnen und Verbraucher.Auf ihrer Plattform hat Brockovich bisher mehr als 2700 US-Bürgerbeschwerden über existierende oder mögliche Standorte auf einer interaktiven Karte gesammelt. Die Aktivistin spricht sich nicht für einen Baustopp oder ein Verbot von KI-Rechenzentren aus, sie will demnach aber auf »die Notwendigkeit nachhaltiger, sicherer und effizienter Praktiken« hinweisen.Brockovich hatte Anfang der Neunzigerjahre dazu beigetragen, einen Skandal um Trinkwasserverschmutzung im kalifornischen Hinkley aufzuklären. Nach einer Sammelklage musste der Energiekonzern PG&E 333 Millionen Dollar Schadensersatz an mehr als 600 Anwohner zahlen und die Verunreinigung beseitigen. Regisseur Steven Soderbergh brachte die Geschichte im Jahr 2000 in die Kinos. In seinem Film spielte Julia Roberts die Aktivistin Brockovich.