Spannend wie ein Krimi: Finnland und die Schweiz haben Dienstagabend im Direktduell den 1. Platz der Gruppe A in Zürich unter sich ausgemacht.26.05.2026, 23.05 Uhr3 LeseminutenAktualisiertZwischen der Schweiz und Finnland ging es am Dienstagabend in der Swiss Life Arena um den Gruppensieg.Stefan Emch / Imago(sda) Die Schweiz lässt sich an der Heim-WM auch von den Finnen nicht stoppen. Der Gastgeber schliesst die Vorrunde mit einem 4:2-Sieg als Gruppensieger mit dem Punktemaximum ab. Viertelfinalgegner ist Schweden.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Das Stadion in Zürich-Altstetten bleibt eine Schweizer Festhütte. Auch nach dem siebten Spiel feierten die 10 000 Zuschauer die Mannschaft von Jan Cadieux zu den Klängen von Büne Hubers Hit «W. Nuss vo Bümpliz» – und das vor den Augen des anwesenden Frontmanns von Patent Ochsner. Der siebte Sieg musste allerdings hart erarbeitet werden.Die Finnen, die zuvor wie die Schweizer unaufhaltsam durch die Vorrunde geflogen waren, leisteten als letzter Vorrundengegner wie erwartet am meisten Widerstand. Dabei erlebte das Schweizer Team ein Déjà-vu: Wie vor drei Monaten beim bitteren Ausscheiden im Olympia-Viertelfinal gegen die Finnen verspielten sie eine 2:0-Führung, diesmal nicht im Schluss-, sondern im Mitteldrittel.Doch an diesem zwölften WM-Tag behielt die Schweiz das bessere Ende für sich. Ken Jäger sorgte knapp drei Minuten vor Schluss mit dem 3:2 im Powerplay für die Entscheidung. Der Center avancierte als Doppeltorschütze zum Schweizer Matchwinner. Nico Hischier traf schliesslich noch zum 4:2 ins leere Tor.Nicht zum ersten Mal an dieser WM zeigten die Schweizer einen Blitzstart. Sie wussten zu Beginn mit viel Wucht und beeindruckender Effizienz zu überzeugen. Das wegweisende 1:0 nach nur 40 Sekunden erzielte Attilio Biasca, womit sich bereits der 13. von 14 Stürmern aus dem Schweizer Team an diesem Turnier unter die Torschützen reihte. Der WM-Debütant lenkte einen Schuss von Dominik Egli ins finnische Tor ab. Noch vor Ablauf der vierten Spielminute erhöhte Jäger auf 2:0.Zwei Tore aus den ersten vier Abschlüssen waren das Resultat einer überzeugenden Startphase, doch in diesem Stil ging es nicht weiter. Kurz nach Spielhälfte vergaben Nico Hischier (32.) - er traf den Pfosten - und Nino Niederreiter (35.) gute Chancen zum 3:0 respektive 3:1. Stattdessen wurde Reto Berra in seinem zweiten WM-Spiel an diesem Turnier jeweils im direkten Gegenzug bezwungen. Beide Treffer erzielte Finnlands Captain und NHL-Star Aleksander Barkov.21 Punkte ein Schweizer RekordDer siebte Sieg nach 60 Minuten bedeutet für die Schweiz eine Premiere. Noch nie hatte sie an einer A-WM die Vorrunde mit dem Punktemaximum von 21 Zählern abgeschlossen. 20 Punkte und damit ebenfalls sieben Siege gelangen den Schweizern zuvor 2013 in Schweden und 2022 in Finnland.Doch mit Beginn der K.o.-Phase ist all das Makulatur. Im Viertelfinal vom Donnerstag wartet mit Schweden die nächste hohe Hürde. Die Skandinavier gelten als eine Art Angstgegner der Schweiz. Der letzte Schweizer WM-Sieg gegen Schweden liegt bereits 13 Jahre zurück. Seither mussten sich die Schweizer an Weltmeisterschaften achtmal geschlagen geben - unter anderem in den WM-Finals 2013 und 2018. Das bislang letzte WM-Duell mit den Schweden liegt allerdings bereits fünf Jahre zurück.Passend zum Artikel