Als der Segelverein „Marine Jugend Kieler Förde“ am Pfingstsonntag bei einer Tour auf der Förde unterwegs war, machte die Crew der „Aneesa“ eine ungewöhnliche Entdeckung. In der Nähe des Kieler Marinestützpunkts „erhob sich plötzlich ein weißer Rücken aus dem Wasser“. So zumindest schildert der Verein die ungewöhnliche Sichtung auf seiner Facebook-Seite.„Viel zu groß für einen Tümmler oder Schweinswal“, heißt es in dem Beitrag. „Ob es der Beluga gewesen ist, der vor einigen Wochen weiter im Norden in der Flensburger Förde auf Futtersuche ging, muss noch geklärt werden“, so der Verein.Beim Näherkommen sahen wir, dass er komplett weiß war.Christiane Schulz, „Marine Jugend Kieler Förde“Die Jugendlichen und die Betreuer an Bord reagierten schnell und machten mit ihren Smartphones Aufnahmen von der Sichtung, heißt es auf der Vereinswebseite. „Als sich der Kopf kurz abzeichnet, ist klar, dass es sich hier in jedem Fall um einen Wal handelt.“Empfohlener redaktioneller Inhalt An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden. Externen Inhalt anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können. Die Jugendwartin des Vereins, Christiane Schulz, berichtete der Zeitung „Kieler Nachrichten“, dass sich die Sichtung am Sonntag gegen 12 Uhr mittags ereignet habe: „Da haben wir ihn zuerst auf der Höhe vom Küstenkraftwerk gesehen.“ Zunächst sei man davon ausgegangen, dass es sich dabei um einen Schweinswal handle. Diese bis maximal zwei Meter langen Tiere werden häufiger in der Kieler Förde gesichtet, da die westliche Ostsee zu ihrem natürlichen Habitat gehört. „Beim Näherkommen sahen wir dann, dass er komplett weiß war“, sagte Schulz der Zeitung. Ob es sich bei der Sichtung tatsächlich um einen weißen Belugawal handelt, ist indes unklar. Mehrere Belugawal-Sichtungen in der Ostsee gemeldet Bereits am 14. April berichteten der Norddeutsche Rundfunk (NDR) und dänische Medien wie „Der Nordschleswiger“ und „TV Süd“, dass ein Belugawal nahe der dänischen Insel Als sowie weiter westlich vor Egernsund in der Flensburger Förde nördlich von Kiel gesichtet worden sein könnte. Auch im nördlichen Seitenarm der Flensburger Förde Nybøl Nor sei das Tier wohl schon aufgetaucht, mutmaßt der dänische Walforscher Carl Christian Kinze gegenüber „TV Syd“. Doch auch diese Sichtungen sind bislang nicht von offizieller Seite, wie etwa Hafenbehörden oder der Polizei, bestätigt worden. Normalerweise kommen Belugawale (auch Weißwale genannt) in arktischen und subarktischen Regionen, wie rund um Grönland oder Spitzbergen, vor. Diese sogenannten Gründelwale sind eng verwandt mit den Narwalen und können mitunter bis zu sechs Meter lang werden.