Mehr als anderthalb Jahre nach dem teilweisen Einsturz der Carolabrücke in Dresden werden die Planungen für den Neubau konkreter. Vier renommierte Ingenieurbüros – die Arbeitsgemeinschaft FHECOR/TSSB, das Ingenieurbüro GRASSL, Leonhardt, Andrä und Partner sowie Schüßler-Plan – wurden beauftragt, parallel konkrete Entwürfe für den Ersatzneubau der Carolabrücke zu entwickeln.
Für die Planer galten dabei strenge, vom Stadtrat beschlossene Rahmenbedingungen. Neben einem strikten Budgetdeckel von maximal 140 Millionen Euro für die reinen Baukosten stehen vor allem bauliche Robustheit, Langlebigkeit und eine wartungsfreundliche Konstruktion im Fokus.
Der künftige Brückenzug soll mit einer geplanten Breite von rund 41 Metern Platz für vier Fahrspuren und eine eigene Straßenbahntrasse bieten. Ein besonderer Schwerpunkt liegt zudem auf deutlich breiteren, barrierefreien Geh- und Radwegen mit direktem Anschluss an den Elbradweg. Gleichzeitig müssen die Entwürfe den hohen Ansprüchen des Denkmalschutzes genügen und sich sensibel in die historischen Sichtachsen des Dresdner Elbtals einfügen.
So könnte die neue Carolabrücke aussehen
Trotz unterschiedlicher Handschriften eint die Entwürfe der Bezug zur historischen Königin-Carolabrücke, die 1945 von den Nationalsozialisten gesprengt wurde, und zur eingestürzten Carolabrücke, die von 1967 bis 1971 erbaut wurde. Die Anforderungen sahen zudem vor, dass das neue Bauwerk an derselben Stelle flach ausgeführt wird und die Stadtsilhouette nicht überragen soll.








