Schon als kleiner Junge ist Sonny Rollins gegen Rassismus marschiert, so hat er es zumindest selbst einmal erzählt. Harlem in Manhattan, die Lenox Avenue Mitte der 1930er-Jahre: Rollins ist mit seiner Großmutter unterwegs, auf der Straße, zu der es ihn im Lauf seiner späteren Karriere als Alto- und vor allem Tenorsaxofonist immer wieder hinziehen wird. Mit 20 landet er nach einem Raubüberfall im Knast, wenig später kommt das Heroin dazu, wie bei so vielen Genies des Bebop: Charlie Parker, Bud Powell, Miles Davis. Rollins spielt mit diesen Männern und gehört vor allem zu den Ersten seiner Liga, die von den Drogen wegkommen. Sein ganzes Leben lang denkt Rollins danach über Körper, Sucht und Gesundheit nach.
Sonny Rollins: Sein Saxofon klang wie die Schiffshörner auf dem Hudson River
Sonny Rollins war kein Revolutionär und spielte sich doch von allen Jazz-Konventionen frei. Nun ist der letzte Riese der Bebop-Ära mit 95 Jahren gestorben. Ein Nachruf










