Etwa zwei Tage lang ist es US-Präsident Donald Trump gelungen, Teilen seines Publikums weiszumachen, dass ein grandioser Iran-Deal unmittelbar bevorsteht. Diesmal aber wirklich. Es könne sich eigentlich nur noch um Stunden handeln, vielleicht auch Minuten, so in etwa klang das bei Trump zu Beginn eines langen Memorial-Day-Wochenendes. Geglaubt haben das neben seinen treuen Anhängern vor allem die sogenannten Märkte. Nachdem der Ölpreis zuletzt abgesackt war, offenbar in Vorfreude auf eine freie Straße von Hormus, zog er am Dienstagmorgen an den Börsen in Fernost wieder deutlich an. Ganz unabhängig von der Frage, wer mit diesen Zuckungen mal wieder gut verdient hat, muss man wohl festhalten: Die Chancen auf einen schnellen Deal haben sich in der Nacht zu Dienstag nicht unbedingt erhöht.