Kluft vergrößert sich : Mehr Bücher, mehr digitale Kompetenz24.05.2026, 17:17Lesezeit: 1 Min.Kinder, die in kulturaffinen Elternhäusern aufwachsen, kommen auch besser mit Smartphone und Tablet klar. Eine Frankfurter Studie zeigt: Dieser Zusammenhang hat sich binnen zehn Jahren verstärkt.Wie gut Achtklässler mit digitalen Medien umgehen können, hängt von ihrem kulturellen Umfeld ab – und die Unterschiede zwischen verschiedenen sozialen Schichten haben sich innerhalb von zehn Jahren deutlich verstärkt. Dies ist das Fazit einer Analyse des Leibniz-Instituts für Bildungsforschung sowie der Universitäten Frankfurt und Paderborn.Hatte der Kompetenzunterschied zwischen stärker und weniger privilegierten Schülern 2013 noch 43 Punkte betragen, so hatte er sich zehn Jahre später auf 66 Punkte erhöht. Die Differenz zwischen Kindern mit 25 und weniger Büchern im Elternhaus und solchen mit mehr als 200 Büchern stieg von 66 auf 86 Punkte. Ebenfalls um 20 Punkte gewachsen ist die Kluft zwischen Gymnasiasten und Kindern, die andere Schulformen besuchen. Eine mögliche Erklärung ist für die Forscher die Corona-Pandemie: Mit dem Zwang zum Heimunterricht kamen Schüler aus privilegierten Familien wahrscheinlich besser zurecht.