Die Forscherinnen untersuchten in Südkalifornien 106 Kinder verschiedener sozialer und kultureller Hintergründe in der dritten und der sechsten Klasse. Sie wurden im Unterricht beobachtet und anschließend über gelesene Texte befragt. Zudem füllten die Kinder Fragebögen zu ihrer Smartphonenutzung aus. Demnach entwickelten Kinder, die ein Smartphone besaßen, ein schlechteres Leseverständnis als jene ohne ein solches Gerät.Auch wenn die Studie nur eine Korrelation belegt, halten die Psychologinnen einen kausalen Zusammenhang für wahrscheinlich. »Wir haben kein Alter gefunden, in dem es besser oder schlechter für das Leseverständnis wäre, Ihrem Kind ein Telefon zu geben«, wurde Hauptautorin Patricia Greenfield in einer Mitteilung der Universität zitiert. »Es dreht sich nur darum, ob sie überhaupt eines haben.« Die Frage, ob die Kinder ihr Smartphone in die Schule mitbringen oder zu Hause lassen, habe dagegen anscheinend keinen messbaren Einfluss – entgegen der weitverbreiteten Diskussion über Smartphoneverbote in der Schule.Die Forscherinnen fanden, gemessen an der öffentlichen Debatte über das Thema, »verblüffend wenig experimentelle Forschung«. Lediglich zwei frühere Studien dienten ihnen als Referenz, mit gemischten Ergebnissen zur Wirkung von Smartphones auf Schulkinder: Der einen Arbeit zufolge könnte das Schreiben von Textnachrichten beim Erfassen von Bedeutung behilflich sein; einer anderen zufolge beeinträchtigt das Texten jedoch grundlegende Lesetechniken beim Erfassen von Buchstaben und Wörtern.
US-Studie: Kinder ohne Smartphone lesen besser
Viel Meinung, wenig Experimente: So fassen Psychologinnen aus Los Angeles den Forschungsstand zur Auswirkung digitaler Geräte auf die Schulbildung zusammen. Ihre Versuche sollen Licht in die Sache bringen.






