Frederik Pavlik hat in ausgezeichneten Restaurants gearbeitet. Jetzt serviert er im Keller der Hamburger Kunsthochschule Mittagessen. Er tut das gerne.

Frederik Pavlik huscht von der Küche zur Essensausgabe der Mensa. In seiner Hand eine Kelle, auf dem Kopf eine Kappe. Um ihn herum brummt es: Mittagszeit. Als er mich sieht, hält er inne und winkt: „Hey, ich bin Fred! Hast du schon gegessen oder möchtest du mal probieren?“

taz: Fred, du hast in den besten Restaurants der Welt gekocht. Jetzt betreibst du eine Mensa. Verstehe ich das, wenn wir ganz vorne beginnen?

Frederik Pavlik: Angefangen hat’s mit meiner Kochausbildung, die habe ich in einem Hotelrestaurant in Höxter gemacht. Das war ziemlich oldschool und so typisch Koch: heiß, dreckig und hart. Verbrennungen vom Herd und die Abzugshaube schrubben, bis der Grillreiniger auf den Kopf tropft. Wir hatten jedes Jahr fünf neue Azubis und nach ein paar Monaten war’s nur noch einer. Alle anderen haben gesagt: „Nee, das ist mir zu blöd!“

Im Interview: Frederik Pavlik