Die Anklage gegen Raúl Castro sorgt international für neue Spannungen zwischen den USA und Kuba. Doch freigegebene Dokumente der US-Luftfahrtbehörde FAA zeichnen ein deutlich komplizierteres Bild des berühmten Cessna-Abschusses von 1996.
Ausgerechnet in einer Zeit wachsender geopolitischer Konflikte unter Donald Trump werfen die Akten nun Fragen auf, die in Europa – gerade auch aus ostdeutscher Perspektive – Erinnerungen an alte Machtpolitik und propagandistische Feindbilder wachrufen.
Am 20. Mai 2026 erhob das US-Justizministerium im symbolträchtigen Freedom Tower in Miami Anklage gegen den inzwischen 94-jährigen Raúl Castro. Vorgeworfen werden ihm Mord und Verschwörung im Zusammenhang mit dem Abschuss zweier Flugzeuge der Exilgruppe „Brothers to the Rescue“ am 24. Februar 1996.
Doch die jetzt veröffentlichten FAA-Unterlagen zeigen: Der tödliche Zwischenfall kam für die US-Behörden keineswegs überraschend.
US-Behörden warnten Monate vor dem Abschuss










