Für vier Journalisten der »New York Times« hat ein Bericht über Sicherheitsprobleme des neuen Regierungsflugzeugs von US-Präsident Donald Trump offenbar juristische Folgen. Julian E. Barnes, Eric Lipton, Tyler Pager und Eric Schmitt erhielten am Freitag eine Vorladung von dem Staatsanwalt von Manhattan, wie die Zeitung berichtete. Sie sollen demnach am kommenden Mittwoch vor einer Jury aussagen.
Die Vorladungen wurden einigen Reportern von Bundesbeamten zugestellt, die vor ihrer Haustür auftauchten. Die Anschreiben enthalten offenbar kaum Einzelheiten. Die Journalisten sollen demnach lediglich »im Zusammenhang mit einem mutmaßlichen Verstoß gegen das Bundesstrafrecht« aussagen.Barnes, Lipton, Pager und Schmitt hatten unter Berufung auf anonyme Quellen über Sicherheitsbedenken gegenüber der neuen »Air Force One« berichtet. Für Auslandsreisen sei das Flugzeug »nur bedingt geeignet«, hieß es, denn der von Katar gespendeten Boeing 747-8 fehlten einige der Sicherheitsmerkmale des älteren Flugzeugs, darunter die seltener genutzten Raketenabwehrfähigkeiten.
Der US-Präsident war in dieser Woche überraschend wieder auf die ältere Maschine umgestiegen. Die geschenkte »Air Force One« war für hunderte Millionen Euro zur neuen Regierungsmaschine umgebaut worden. Präsident Trump sprach von einem »Niveau an Luxus, das niemand vorher je gesehen hat«.Die »New York Times« legte offen, dass ein Beamter des Federal Bureau of Investigation (FBI) an die Redaktion herangetreten war mit der Bitte, die Veröffentlichung zurückzustellen, da es sich um eine Frage der nationalen Sicherheit handele. Die Zeitung lehnte dies ab.










