Space-X hat die neueste Version seiner Rakete Starship in Texas zu einem unbemannten Testflug gestartet. Es ist der erste Flug der umfassend überarbeiteten Variante V3, an der das Unternehmen nach mehreren Fehlschlägen im vergangenen Jahr monatelang gearbeitet hatte. Ein erster Startversuch war in der Nacht zum Freitag Sekunden vor dem Abheben abgebrochen worden; Elon Musk nannte auf X einen verklemmten Bolzen am Startturm und Treibstoffprobleme als Gründe.Diesmal lief es besser: Etwas behäbig, aber zielsicher schraubte sich die bemerkenswert große Rakete (124 Meter hoch) in den blauen Himmel über Texas. Wenige Minuten nach dem Start trennte sich der Super-Heavy-Booster wie geplant von Starship. Der Booster zündete dann aber ein vorgesehenes Triebwerksmanöver nicht, geriet beim Rückflug Richtung Golf von Mexiko außer Kontrolle – kurz vor dem Aufprall auf dem Wasser brach der Kontakt ab, er könnte zerbrochen sein.Auf knapp 200 Kilometern Höhe entlud „Starship“ 22 Dummy-SatellitenHalb so wild. Dass ebenfalls nach dem Start einer der sechs Motoren ausgefallen war, erklärte ein gut gelaunter Kommentator der Space-X-Übertragung auf Youtube, sei eine „coole Gelegenheit“, zu demonstrieren, wie man darauf im Ernstfall reagieren würde. So sagt man das eben, wenn das eigene Unternehmen in wenigen Wochen an die Börse will. Mit einem erwarteten Volumen von 75 Milliarden Dollar wäre das Debüt von Space-X dort knapp dreimal so groß wie der bisherige Rekord von Saudi Aramco 2019. Experten halten dem Bericht zufolge einen Börsenwert von 1,75 Billionen Dollar für möglich.Auf knapp 200 Kilometern Höhe entlud Starship erfolgreich 22 Dummy-Satelliten, die man zu Testzwecken mitgeschleppt hatte, begleitet von frenetischen „USA! USA!“-Rufen des Space-X-Teams am Boden. Nach einer Stunde und sechs Minuten wasserte Starship schließlich nach einem kleinen Salto im Indischen Ozean und explodierte. Auch das, so hieß es im Stream, schien geplant zu sein.