Ein internationales Team unter Leitung des Leibniz-Instituts für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena hat einen bislang unbekannten Mechanismus beim Altern von Zellen entdeckt. Eine zentrale Rolle spielt demnach das Membranlipid Phosphatidylcholin, das für die Funktion der Mitochondrien entscheidend ist.
Mitochondrien sind vor allem als „Kraftwerke der Zellen“ bekannt, doch mittlerweile ist in Fachkreisen geläufig, dass diese nicht nur Energie bereitstellen, sondern auch die zelluläre Kommunikation, Anpassung und viele lebenswichtige Prozesse koordinieren. Doch mit zunehmendem Alter verlieren diese Kraftwerke an Leistungsfähigkeit. Lange Zeit ging die Forschung davon aus, dass vor allem genetische Schäden innerhalb der Mitochondrien selbst dafür verantwortlich sind.
Doch nun hat ein Team um Studienleiterin Maria Ermolaeva vom Leibniz-Institut für Alternsforschung herausgefunden, dass die Ursache für die Alterung nicht in den Genen liegt, sondern vor allem in der Zusammensetzung der Membranhülle der Mitochondrien – und insbesondere im Anteil des Lipids Phosphatidylcholin. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Nature Communications veröffentlicht.
Verjüngung war in Modellorganismen möglich







