Dieser Tage gab es im Münchner Prinzregententheater Streichquartette von Beethoven zu hören. Das ausschließlich mit Stradivaris ausgerüstete Ensemble Quatuor Ébène spielte souverän, großartig und zu Herzen gehend. Wie das bei musikbegeisterten, aber eigentlich unmusikalischen Menschen wie mir manchmal so ist, schweiften die Gedanken während des Konzerts gelegentlich frei durch den Kopf. Sie blieben an der Jahreszahl 1801 hängen. In diesem Jahr vollendete Beethoven jenes Konzert, das gerade durchs Prinzregententheater klang, Nummer 4 c-Moll op. 18 Nr. 4. Im selben Jahr wurde Schillers „Die Jungfrau von Orleans“ in Leipzig uraufgeführt, Hegel wurde Privatdozent in Jena, wo er auf den Professor Schelling traf. Haydns „Jahreszeiten“ hörte man 1801 ebenfalls erstmals. Ach ja, Goethe war 1801 häufiger melancholisch, kam mit der Arbeit nicht recht voran und traf sich nicht ganz so häufig mit Schiller wie sonst.
Was wird aus der klassischen Musik?
Die Genies aus ferner Vergangenheit: Wie werden wir künftig klassische Musik hören, und was passiert mit den Werken großer Meister?








