Sie können den Artikel leider nicht mehr aufrufen. Der Link, der Ihnen geschickt wurde, ist entweder älter als 30 Tage oder der Artikel wurde bereits 10 Mal geöffnet.
Die womöglich lustigste Aufführung der deutschsprachigen Theaterwelt ist derzeit in Magdeburg zu sehen. Frauen und Männer, allesamt von Liebesnot angetrieben, reiten zweieinhalb Stunden lang auf hölzernen Steckenpferden über die Bühne. In dieser »Was ihr wollt«-Version wird der sehr merkwürdige Sport des »Hobby Horsing« zur Shakespeare-Interpretation genutzt. Das Resultat ist ein wirklich komischer Bühnenspaß – und ein maximaler Kontrast zu dem, was das Theater Magdeburg ab diesem Wochenende zeigt.
Denn die womöglich finsterste Aufführung der deutschsprachigen Theaterwelt wird am Pfingstwochenende auf derselben Bühne präsentiert.
Szene aus »Wunde Stadt«: Maximaler Kontrast
Das Stück trägt den Titel »Wunde Stadt« und thematisiert den Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt am Abend des 20. Dezember 2024. Damals hatte Taleb Al Abdulmohsen, ein aus Saudi-Arabien stammender und seit zwei Jahrzehnten in Deutschland lebender Arzt, seinen Pkw in die Menschenmenge auf dem Alten Markt vor dem Magdeburger Rathaus gesteuert. Sechs Menschen starben, mehr als 300 wurden verletzt. Der Prozess gegen den 51-Jährigen begann im November 2025 und dauert mindestens noch einige Wochen.












