Die Pläne des vergangenen Jahres erfüllt und sogar das wichtige Ziel für 2030 noch knapp erreichbar – so zuversichtlich klang der Befund des Expertenrats für Klimafragen noch 2025. Jetzt ist der Optimismus Kritik gewichen. Die von der Bundesregierung bestellten Fachleute kommen in ihrem jährlichen Prüfbericht zu den Klimaanstrengungen im Land zu einem niederschmetternden Urteil. So werden die Limits für das Emissionsbudget von 2020 bis 2030 nach Einschätzung des Rats gerissen, den CO₂-Ausstoß bis 2030 um mindestens 65 Prozent unter den Wert von 1990 zu drücken, wird laut Projektionsdaten ebenfalls nicht klappen. Die Ziele 2040 und 2045 zu erreichen wird dadurch immer unwahrscheinlicher.»Insbesondere in den Sektoren Energiewirtschaft und Gebäude müssten die Annahmen, die den Berechnungen zugrunde liegen, aktualisiert werden«, sagt die Vorsitzende Barbara Schlomann. »Für beide Sektoren gehen wir davon aus, dass die tatsächlichen Emissionen höher ausfallen dürften als ausgewiesen.« Weiter heißt es: »Der Expertenrat weist zudem darauf hin, dass regulatorische Anpassungen, wie beispielsweise das sich im parlamentarischen Verfahren befindende Gebäudemodernisierungsgesetz, in den Projektionsdaten noch nicht berücksichtigt sind.« Das bedeutet: Die Klimafolgen des neuen Heizungsgesetzes, mit dem Berlin die damaligen Pläne der Ampelregierung korrigieren will, sind noch gar nicht eingepreist.