Die AfD in Sachsen-Anhalt ist nach Ansicht des Verfassungsschutzes gesichert rechtsextrem. Vier Monate vor der Landtagswahl kommt die Partei dort laut Infratest dimap derzeit auf 41 Prozent. Das wäre eine Verdoppelung ihres Wahlergebnisses von 2021. Dass die AfD im Herbst alleine Sachsen-Anhalt regiert, ist also nicht mehr unwahrscheinlich, zumal sie dafür nicht 50 Prozent der Stimmen gewinnen muss, sondern eine absolute Mandatsmehrheit.Die CDU liegt in Sachsen-Anhalt laut aktueller Sonntagsfrage bei 26 Prozent. Sollte es für die AfD nicht zu einer Alleinregierung reichen – und sich kein Koalitionspartner finden –, bliebe für die CDU Hoffnung, die rechtsextreme Partei mit einem linksgerichteten Bündnis doch noch in die Opposition zu verdrängen. Und trotzdem. Auch dieses Szenario eröffnet Feinden der Demokratie Spielraum, um parlamentarische Prozesse zu schwächen.Welche das sind, darüber spricht der Jurist Maximilian Steinbeis in dieser Wiederholung des Podcasts „Ist das gerecht?“ mit SZ-Redakteur Ronen Steinke. Steinbeis leitet die digitale Plattform „Verfassungsblog“, die sich mit verfassungsrechtlichen und rechtspolitischen Themen auseinandersetzt.Eine Ende 2025 veröffentlichte Analyse des Verfassungsblogs beschäftigt sich mit der Verwundbarkeit der rechtsprechenden Gewalt in Deutschland. Welche Strategien autoritär-populistische Kräfte nicht nur hierzulande, sondern weltweit nutzen, um Demokratien zu schwächen, erklärt Maximilian Steinbeis im Podcast.Hinweis: Bei dieser Folge handelt es sich um die Wiederholung einer bereits im Januar veröffentlichten Episode. Dafür hat sich die Redaktion aufgrund eines Krankheitsfalls entschieden. Die ersten zwei Wochen nach der Veröffentlichung ist diese Folge kostenlos hörbar.Jeden zweiten Freitag erscheint eine Folge von „Ist das gerecht?“. Alle Folgen jetzt mit SZ Plus hören auf SZ.de oder auf Spotify.Moderation, Redaktion: Ronen SteinkeRedaktionelle Betreuung: Ann-Marlen Hoolt, Justin PatchettProduktion: Carlo Sarsky, Justin PatchettBildrechte Cover: Friedrich BungertSie erreichen die Redaktion dieses Podcasts unter podcast@sz.de – wir freuen uns über Anregungen, Lob oder Kritik.