Israelische Minister Ben-Gvir, Smotrich in der Knesset in Jerusalem
Sie können den Artikel leider nicht mehr aufrufen. Der Link, der Ihnen geschickt wurde, ist entweder älter als 30 Tage oder der Artikel wurde bereits 10 Mal geöffnet.
Wenn es um Israel geht, sind sich europäische Politiker selten einig. Regierungen wie die irische oder die spanische liefern sich seit Jahren einen Überbietungswettbewerb, wer schärfer gegen Jerusalem schießt. Andere, darunter die deutsche Bundesregierung, halten sich mit Kritik traditionell zurück.
Umso auffälliger ist es, wie einhellig europäische Politiker das Skandalvideo verurteilten, mit dem der israelische Polizeiminister Itamar Ben-Gvir am Mittwoch viral ging. Der rechtsextreme Politiker veröffentlichte auf dem Onlinedienst X ein Video, das die Demütigung von Pro-Palästina-Aktivisten einer angeblichen Gaza-Hilfsflotte zeigt.Die Festgenommenen stammen aus mehreren EU-Ländern, darunter auch Deutschland. Unter dem Motto »Willkommen in Israel« werden die Festgenommenen unter anderem am Kopf gepackt, zu Boden gedrückt und an den Händen gefesselt. Ben-Gvir schwenkt vor den knienden Aktivisten eine Israelflagge und ruft: »Wir sind hier die Hausherren.«
Harte Kritik aus RomItaliens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni nannte das Video »unerträglich« und »inakzeptabel«. Die irische Außenministerin Helen McEntee zeigte sich »entsetzt und schockiert«. Der polnische Außenminister Radosław Sikorski schrieb auf der Onlineplattform X: »So darf man mit polnischen Staatsbürgern, die kein Verbrechen begangen haben, nicht umgehen. In der demokratischen Welt misshandeln wir keine Menschen in Gewahrsam und weiden uns nicht an ihrem Leid.«












