PfadnavigationHomePolitikAuslandNach Skandal-VideoFrankreich verhängt Einreiseverbot gegen Israels Polizeiminister Ben‑GvirStand: 16:30 UhrLesedauer: 2 MinutenDer rechtsextreme israelische Sicherheitsminister Itamar Ben Gvir hat mit einem die Aktivisten einer Gaza-Hilfsflotte erniedrigenden Video eine internationale Welle der Empörung ausgelöst.Frankreich reagiert auf das demütigende Vorgehen gegen Gaza-Aktivisten. Die Regierung verhängt ein Einreiseverbot gegen Israels Polizeiminister Ben-Gvir – und fordert die EU zu Sanktionen auf.Nach dem umstrittenen Vorgehen gegen Gaza-Aktivisten hat Frankreich ein Einreiseverbot gegen den israelischen Polizeiminister Itamar Ben-Gvir verhängt. „Diese Entscheidung ist eine Reaktion auf sein unentschuldbares Verhalten gegenüber französischen und europäischen Bürgern, die als Passagiere der Global Smud Flotilla unterwegs waren“, teilte der französische Außenminister Jean-Noël Barrot auf der Plattform X mit.Ein Video des Ministers, das festgenommene Gaza-Aktivisten in demütigender Weise zeigte, hatte zuvor international Empörung ausgelöst. Zu sehen ist, wie der Minister mit einer Gruppe von Anhängern zwischen gefesselten Aktivisten umhergeht und eine israelische Flagge schwenkt.Lesen Sie auchBarrot betonte, man könne nicht tolerieren, dass französische Staatsangehörige auf diese Weise bedroht, eingeschüchtert oder misshandelt werden, noch dazu durch einen Amtsträger. Die Handlungen reihten sich in eine lange Liste „schockierender Äußerungen und Handlungen“ ein sowie „Aufrufe zu Hass und Gewalt gegen die Palästinenser“.Forderungen nach EU-SanktionenBarrot forderte die Europäische Union auf, wie zuvor Italiens Außenminister Antonio Tajani, Sanktionen gegen Ben-Gvir zu verhängen. Laut Tajani sollten die EU-Außenminister bei ihrem nächsten Treffen Strafmaßnahmen beschließen.Mehrere Außenminister europäischer Länder hatten das Vorgehen verurteilt. Ein Sprecher der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas hatte mitgeteilt, die Behandlung der Aktivisten sei „völlig inakzeptabel“. Laut dem Auswärtigen Amt wurden mehrere von Israel in die Türkei abgeschobene Aktivisten aus Deutschland verletzt. Ein Sprecher bekräftigte Kritik der Bundesregierung an einer „erniedrigenden Behandlung“ der Festgenommenen in Israel.Israel hatte die aus mehr als 50 Booten bestehende Gaza-Hilfsflotte Anfang der Woche in internationalen Gewässern bei Zypern gestoppt. Rund 430 Aktivisten wollten die Seeblockade des Gazastreifens durchbrechen.dpa/nw