Vertreter der israelischen Interessen beklagen die Maßlosigkeit, in der ihr Land kritisiert wird. Zumal wenn es um die Maßnahmen geht, mit denen es sich gegen die existenzielle Bedrohung wehrt, der es ständig ausgesetzt ist, ist dem in vielen Fällen zuzustimmen. Nicht aber in Bezug auf die jetzt in aller Welt heiß aufgeflammte Kritik am Verhalten des israelischen Polizeiministers.Die Art, wie er Gefangene zur Schau gestellt und verhöhnt hat, ist mit keinen Umständen zu rechtfertigen. Sie widerspricht den Normen und Werten, denen Israel sich verpflichtet fühlt.Minister Ben-Gvir hat dem Land geschadet, nicht zum ersten Mal. Es waren Ministerpräsident Netanjahu selbst und sein Außenminister, die das festgestellt haben, und sie haben recht damit. Nur sollte Netanjahu auch die Konsequenz ziehen, was die Wahl seines Regierungspartners betrifft.Allerdings hat Netanjahu auch in dem recht: Israel, das aus Gaza von der Hamas angegriffen worden ist, muss es nicht hinnehmen, dass „Flottillen“ versuchen, dorthin durchzubrechen. Die Aktivisten sind, ob willentlich oder als nützliche Idioten, Unterstützer der Terrororganisation.Dass viele sich aus echtem Mitgefühl für die notleidende Zivilbevölkerung in Gaza engagieren, ändert daran nichts. Auch nicht, dass Israel hier Unterlassungssünden anzulasten sind. Aber dass eine maßlose Kritik daran so viel Resonanz findet, liegt auch an Gestalten wie Ben-Gvir.
Video von Itamar Ben-Gvir: Die Empörung ist berechtigt
Mit Recht hat sich in aller Welt Empörung über das Skandalvideo des israelischen Polizeiministers erhoben. Selbst Netanjahu zeigt Einsicht. Was folgt daraus?










