Wenn der Alphabet-Konzern im Rennen um die erfolgreichste KI mit einer Sache punkten kann, dann ist es die Suchmaschine. Das wurde einmal mehr auf der diesjährigen Google I/O deutlich. Denn Google plant offenbar, die Suche weit über das bisherige Maß zum „Einkaufs-Netz“ umzubauen. Von Agentic Commerce ist dabei natürlich die Rede, von einer neuen Infrastruktur für den Handel, die weit über das hinausgeht, was wir von Google Shopping bislang kennen.Anzeige

Offensichtlich ist, dass hier eine neue Mischung aus Suchmaschine, Shopping-Assistent, Preisvergleich, Checkout-Plattform und persönlichem Einkaufsagenten entsteht. Das Unternehmen aus Mountain View will nicht länger nur Verbraucher:innen zu Shops weiterleiten, sondern selbst der Vermittler im E-Commerce sein – und natürlich mitverdienen.

Möglich wird das mit jenen KI-Systemen, die Produkte finden, Preise vergleichen, Warenkörbe verwalten und perspektivisch sogar eigenständig einkaufen könnten. Google hat sich hier in den letzten zwölf Monaten an einer Reihe von Initiativen und Konsortien um Commerce-Protokolle und gemeinsame Schnittstellen für autonome Bezahlsysteme beteiligt. Zentral ist dabei vor allem das „Agent Payments Protocol“ (AP2) in Verbindung mit dem „Universal Commerce Protocol“ (UCP). Das Ziel ist es, KI-Agenten in Zukunft mehr oder weniger autonom und direkt mit Shops, Zahlungsdiensten und Plattformen kommunizieren zu lassen.Anzeige