PfadnavigationHomeRegionalesHamburgExtinction RebellionFluoreszierende Botschaft – was hinter den grünen Brunnen in Hamburg stecktStand: 11:25 UhrLesedauer: 2 MinutenDas Wasser in den Becken in Planten un Blomen ist grün gefärbtQuelle: Bodo Marks/dpaIn Hamburg leuchten mehrere Brunnen über Nacht grün: Mit gefärbtem Wasser protestieren Aktivisten der Gruppe Extinction Rebellion gegen die Gaspolitik der Bundesregierung. Die Polizei prüft, ob durch die Aktion Gewässer beschädigt wurden.Mit leuchtend grünem Wasser in mehreren Hamburger Brunnen und Wasserbecken haben die Klimaaktivisten von Extinction Rebellion gegen die Gaspolitik der Bundesregierung protestiert. Dafür hat die Gruppe eigenen Angaben zufolge am Morgen vier Brunnen in der Innenstadt sowie Wasserbecken im Park Planten un Blomen mit dem ungiftigen Farbstoff Uranin eingefärbt.Mit den Aktionen in Hamburg, Berlin und einem Dutzend weiteren deutschen Städten will die Gruppe eigenen Angaben zufolge gegen die konzernfreundliche Gaspolitik und das „Greenwashing“ von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) protestieren. Extinction Rebellion bezeichnet es als Kunstaktion. Es gehe darum, auf den zerstörerischen Fokus auf Gas als Energieträger aufmerksam zu machen.Lesen Sie auchDer fluoreszierende Farbstoff wird unter anderem zur Dichtheitsprüfung, als Köder im Angelsport und für Badesalze verwendet. Er verschwindet den Angaben zufolge in Abhängigkeit von der Intensität nach einigen Stunden beziehungsweise Tagen. Für die Brunnen sei eine geringe Menge von etwa 0,1 Gramm bis 1 Gramm pro 1.000 Liter Wasser genutzt worden.Der Polizei zufolge werde nun genau geprüft, was genau da eingeleitet wurde. Es gebe zunächst keine Hinweise darauf, dass es sich dabei um einen Stoff gehandelt habe, der die Gewässer strafrechtlich relevant verunreinigt haben könnte.In der vergangenen Woche hatte das Kabinett der Bundesregierung einen Gesetzentwurf zum Bau neuer Gaskraftwerke auf den Weg gebracht. Neue Gaskraftwerke sollen im Zuge des bis 2038 geplanten schrittweisen Kohleausstiegs die Versorgungssicherheit mit Strom gewährleisten und künftig als Backups einspringen – in „Dunkelflauten“ mit einer geringen Erzeugung aus Solar- und Windenergie.Bis 2030 soll der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch auf 80 Prozent steigen. Im ersten Quartal 2026 lag der Anteil bei rund 53 Prozent.lno/juve