Streit um 40-Meter-Türme in Zürich: Der Gemeinderat hat das Regelwerk des Stadtrats verschärft – nun kommen beide Varianten an die UrneIm September entscheiden Zürichs Stimmberechtigte, wo die Stadt künftig in die Höhe wachsen soll.20.05.2026, 16.52 Uhr2 LeseminutenHochhäuser lassen niemanden kalt, auch in der Stadt Zürich nicht. Im Bild zu sehen der 126 Meter hohe Prime Tower.CHRISTIAN BEUTLER / KEYSTONENoch bevor die Abstimmungen vom Juni erledigt sind, ist das Ringen um den Urnengang im September bereits lanciert. Konkret geht es darum, wo und nach welchen Regeln in der Stadt Zürich künftig über 25 Meter hohe Gebäude entstehen sollen.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Der Stadtrat hat dazu Hochhausrichtlinien verabschiedet. Darin sind Gebiete mit bis zu 40, 60 und 80 Metern Höhe definiert und Vorgaben erarbeitet, die diese Gebäude zu erfüllen haben, beispielsweise in Sachen Ökologie oder Sozialverträglichkeit. Das Gros dieser Hochhausgebiete liegt im Norden und Westen der Stadt.Dem Stadtparlament gingen diese Richtlinien zu wenig weit, insbesondere die Gebiete für bis zu 40 Meter hohe Türme erachtete eine Mehrheit aus Linken und SVP als zu gross und strich sie auf wenige Flecken zusammen. Auch die Gebiete für 60-Meter-Gebäude wurden kleiner und die Vorgaben für hohe Häuser verschärft. Hochbauvorsteher André Odermatt (SP) sprach von einer «Verteufelung von Hochhäusern», die die Stadt nicht weiter bringe.So sahen es auch FDP, GLP und die Mitte. Sie ergriffen das Referendum.Wie der Stadtrat am Mittwoch mitteilt, werden die Stimmberechtigten nicht nur über das vom Gemeinderat zurechtgestutzte Regelwerk entscheiden. Als Gegenvorschlag bringt die Stadtregierung nämlich seine ursprüngliche Version der Hochhausrichtlinien ein. Die Vorlage sei konsistent, ausgewogen und zweckmässig.Die Referendumsparteien begrüssen den Schritt. Die Vorlage des Stadtrats biete die nötige Flexibilität, um Wohnraum zu schaffen und gleichzeitig Grünräume zu erhalten.SP, Grüne, AL reagieren mit Unverständnis auf den Stadtratsentscheid, an seiner «extremen Hochhausvorlage» festzuhalten. Die SVP erachtet den Entscheid als höchst fragwürdig, da er die parlamentarische Arbeit untergrabe.Dass der Stadtrat bei Referendumsabstimmungen eine alte Vorlage als Gegenvorschlag präsentiert, kommt immer wieder vor. So etwa 2022 bei der Variantenabstimmung zur Tagesschule.Passend zum Artikel
Hochhausreferendum in Zürich: Stadtrat bringt eigene Vorlage als Gegenvorschlag
Im September entscheiden Zürichs Stimmberechtigte, wo die Stadt künftig in die Höhe wachsen soll.






