Abschiebedeal mit Taliban: Pro Asyl übt scharfe Kritik an der Bundesregierung

Afghanische Männer erhalten kaum noch Asyl in Deutschland. Die Menschenrechtsorganisation „Pro Asyl“ kritisiert das scharf: Deutschland ignoriere die Realitäten vor Ort.

Afghanistan, 6. April: ein Sicherheitsmann der Taliban auf Patrouille

Samiullah Popal/epa

afp | Angesichts der Menschenrechtslage in Afghanistan dringt die Organisation Pro Asyl auf einen sofortigen bundesweiten Abschiebestopp in das von den radikalislamischen Taliban beherrschte Land. Scharfe Kritik übte die Menschenrechtsorganisation in einem am Mittwoch in Berlin veröffentlichten Positionspapier am Umgang mit Asylanträgen, insbesondere männlicher, alleinstehender Afghanen. Verwiesen wird auf eine von Anfang 2025 bis Anfang 2026 dramatisch gesunkene Schutzquote – obwohl sich die Lage in dem Land nicht verbessert habe.