PfadnavigationHomeSportFußball2. BundesligaSkandal-Spiel in Dresden„Pyrotechnik als Waffe gegen Menschen eingesetzt“ – DFB brummt Dynamo und Hertha deftige Strafen aufStand: 16:53 UhrLesedauer: 3 MinutenDas Zweitliga-Spiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC wird von heftigen Fan-Ausschreitungen überschattet. „Das war vielleicht der letzte Punkt, bei dem das Fass übergelaufen ist“, sagt Ex-Profi Steffen Freund in der Sendung BILD Sport bei WELT TV.Der DFB hat Dynamo Dresden und Hertha BSC nach dem Skandal-Spiel mit Platzsturm und Pyro-Randalen deftige Geldstrafen aufgebrummt. Es ist nicht die einzige Sanktion. Dynamo zeigt sich wenig einsichtigFans stürmten den Platz, Jagdszenen zwischen dem Mob und Sicherheitskräften entwickelten sich, Pyrotechnik flog in die Fanblöcke, eine Polizeihundertschaft marschierte auf und musste 15 Minuten das Spielfeld sichern. Bei der Partie zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC im vergangenen April gab es Szenen, die sich so schon lange nicht mehr so in den Stadien der ersten und zweiten Liga abgespielt haben. Sechs Wochen nach dem Skandal-Spiel hat das DFB-Sportgericht Urteile gegen beide Klubs gesprochen. Und die sind ungewöhnlich hart. Dynamo muss 91.200 Euro zahlen, Hertha wurde eine Geldstrafe in Höhe von 152.000 Euro aufgebrummt. Doch es bleibt nicht nur bei Geldstrafen – Dresden wurde zwei Spiele mit einem Teilausschluss der Fans auferlegt. Der K-Block, in dem unter anderem die Ultras stehen, muss leer bleiben – das sind 9.000 Stehplätze. Eine Partie ist allerdings zur Bewährung ausgesetzt. Die Bewährung läuft bis zum Ende der kommenden Saison. Zudem müssen beide Klubs für die nächsten zwei Spiele gegeneinander – in der Liga und im DFB-Pokal – gemeinsam mit dem DFB ein Sicherheitskonzept erarbeiten. Dies sieht vor, dass jeweils nur die Hälfte des eigentlichen Ticket-Kontingents für die Gästefans verkauft werden darf. Zudem müssen diese Tickets dann personalisiert werden. Darüber hinaus muss der jeweilige Gastklub mindestens 30 eigene Ordner mitbringen.Auslöser der heftigen Ausschreitungen und der Spielunterbrechung im April war der Diebstahl eines Fanbanners. Dresden-Fans nutzten den dichten Nebel, der von Pyros verursacht wurde, um den Berliner Anhängern einen Teil einer Blockfahne zu klauen. Als die Hertha-Fans dies bemerkten, flippten einige von ihnen aus. Mindestens 17 Personen wurden bei den Randalen verletzt.Dynamo Dresden will Einspruch einlegen„Ich kann mich an kaum einen Fall erinnern, bei dem Pyrotechnik in einem solchen Ausmaß als Waffe gegen Menschen eingesetzt wurde. Das ist nicht tolerierbar, dafür kann es keine Entschuldigung, keine Ausrede und auch keine Nachsicht geben. Damit wurde eine Grenze überschritten“, begründet der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts Stephan Oberholz die Sanktionen. „Da der Fall kein Standardfall ist, muss auch die Sanktion vom Standard abweichen. Der Zuschauer-Teilausschluss ist eine harte Sanktion, die sich jedoch bewusst räumlich gezielt auf die Tribüne beschränkt, von der die zahlreichen Dresdner Anhänger, die quer über das Spielfeld liefen, kamen.“Lesen Sie auchDynamo Dresden will das Urteil nicht akzeptieren. „Da das aktuelle Urteil ausschließlich auf Grundlage einer Einzelrichterentscheidung im schriftlichen Verfahren beruht, werden wir Einspruch einlegen, um vor dem vollbesetzten Sportgericht in einer mündlichen Verhandlung Gehör zu finden. Gerade mit Blick auf einen Teilausschluss der Zuschauer als Kollektivstrafe sehen wir das dringende Bedürfnis, unsere Argumentationen und Präventivmaßnahmen persönlich zu präsentieren“, sagte Dynamos Geschäftsführer Stephan Zimmermann.step
Skandal-Spiel in Dresden: „Pyrotechnik als Waffe gegen Menschen eingesetzt“ – DFB brummt Dynamo und Hertha deftige Strafen auf - WELT
Der DFB hat Dynamo Dresden und Hertha BSC nach dem Skandal-Spiel mit Platzsturm und Pyro-Randalen deftige Geldstrafen aufgebrummt. Es ist nicht die einzige Sanktion. Dynamo zeigt sich wenig einsichtig







