PfadnavigationHomeSportFußball2. BundesligaRandale in DresdenSo reagiert Dynamo auf die Gewalt-EskalationVeröffentlicht am 14.04.2026Lesedauer: 2 MinutenDas Zweitliga-Spiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC wird von heftigen Fan-Ausschreitungen überschattet. „Das war vielleicht der letzte Punkt, bei dem das Fass übergelaufen ist“, sagt Ex-Profi Steffen Freund in der Sendung BILD Sport bei WELT TV.Die Randale beim Spiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC hat ein Nachspiel. Dynamo präsentierte einen Maßnahmenkatalog und verspricht, gegen die Gewalttäter vorzugehen. Lob dafür kommt aus der Politik.Es waren schlimme Bilder, die aus dem Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion kamen. Beim Spiel zwischen Dynamo und Hertha BSC (0:1) kam es zu Krawallen, derentwegen die Partie unterbrochen werden musste. Zunächst wurde Pyrotechnik gezündet. Danach kletterten Fans beider Klubs über die Zäune und attackierten sich im Innenraum des Stadions. Polizisten marschierten auf, um das Geschehen in den Griff zu bekommen und die Lager zu trennen. Die Polizei hat mehr als ein Dutzend Ermittlungsverfahren eingeleitet. Nur eine Woche später verhinderte die Polizei eine Massenschlägerei zwischen Fans von Dynamo und dem 1. FC Nürnberg. Wie die Beamten mitteilten, hatten sich Anhänger zu einer nächtlichen Schlägerei in der Nähe von Eisfeld in Thüringen verabredet – teilnehmen sollten etwa 200 Menschen.Am Montag bezog Dynamo dann Stellung zu den Ausschreitungen und verkündete erste Maßnahmen. „Wir waren schockiert darüber, derartige Szenen beobachten zu müssen. Dass erstmals seit dem Stadionneubau 2009 eine solche Eskalation passieren konnte, hat alle erschüttert“, sagte Dynamos Aufsichtsratsvorsitzender Michael Ziegenbalg. Gleichzeitig habe er im gesamten Verein ein großes Bestreben und Engagement wahrgenommen, um bestehende Maßnahmen zur Prävention zu überprüfen und zu stärken: „Wenn Vertrauen missbraucht und deutliche Grenzen überschritten werden, sind wir als Verein in der Verantwortung, grundsätzliche Vorgehensweisen zu ändern.“ Dynamo will die Fans, die an den Randalen beteiligt waren, mit Stadionverboten belegen und, wenn möglich, aus dem Verein ausschließen. Dies bekräftigte Dresdens Geschäftsführer Stephan Zimmermann: „Durch die Sichtung von Foto- und Videomaterial konnten wir zahlreiche Erkenntnisse der Abläufe gewinnen. Im nächsten Schritt sollen jetzt mit Hilfe der Polizei die entsprechenden Personen ermittelt werden, die erkennbar im Innenraum an den Auseinandersetzungen beteiligt waren. Für uns gibt es hierbei keinerlei Diskussionspotenzial – sobald Täter ermittelt werden, wird es neben der strafrechtlichen Verfolgung durch die Polizei auch ein striktes Verfahren für Stadionverbote von unserer Seite geben.“„Kommende Heimspiele sind eine Nagelprobe“, sagt Sachsens InnenministerNeben den persönlichen Strafen überarbeitet der Klub sein Sicherheitskonzept. Pufferbereiche im Heimbereich rund um den Gästeblock werden erweitert, der Sitzplatzbereich des Auswärtsblocks soll eingegrenzt werden. Bei Hochrisikospielen werden Polizeikräfte direkt im Stadion positioniert und Ordnungsdienstmitarbeiter sollen vor dem Bereich des K-Blocks, wo der harte Kern der Dynamo-Fans steht, den Innenraum absichern.Lesen Sie auchSachsens Innenminister Armin Schuster lobte Dynamo für die Maßnahmen, forderte aber mehr als nur Worte und Absichten. „Es sind jetzt alle Register zu ziehen, denn die kommenden Heimspiele sind für Verein und Fanszene eine entscheidende Nagelprobe über die ehrliche Abkehr von Gewalt und Krawall“, sagte der CDU-Politiker.step