PfadnavigationHomePolitikAuslandKreml-Sprecher PeskowRussland wirft litauischer Regierung wegen Aussagen über Kaliningrad Wahnsinn vorStand: 16:27 UhrLesedauer: 2 MinutenHäuserzeile in KaliningradQuelle: Ulf Mauder/dpaNachdem der litauische Außenminister Budrys sich scharf gegenüber Russland geäußert hat, wirft der Kreml ihm unter anderem Verantwortungslosigkeit vor. Die baltischen Staaten seien geradezu manisch antirussisch eingestellt.Russland hat Äußerungen des litauischen Außenministers Kestutis Budrys zu einem möglichen Nato-Angriff auf die Exklave Kaliningrad scharf verurteilt. Die Aussagen grenzten an Wahnsinn, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Mittwoch im russischen Staatsfernsehen. Budrys hatte in einem am Montag veröffentlichten Interview mit der „Neuen Zürcher Zeitung“ gefordert, die Nato müsse Moskau zeigen, dass sie in der Lage sei, in Kaliningrad einzudringen.Das westliche Bündnis habe die Fähigkeit, die dortigen russischen Luftverteidigungs- und Raketenstützpunkte im Bedarfsfall dem Erdboden gleichzumachen, sagte Budrys weiter. Peskow erklärte, dies zeige, wie verantwortungslos Politiker in den baltischen Ländern seien. Man dürfe sie nicht ernst nehmen. Die baltischen Staaten seien geradezu manisch antirussisch eingestellt, was sie blind für die Zukunft und ihre eigenen Interessen mache.Lesen Sie auchKaliningrad liegt an der Ostseeküste zwischen den Nato-Mitgliedern Litauen und Polen. Die russische Exklave hat rund eine Million Einwohner, ist stark militarisiert und ist Sitz des Hauptquartiers der russischen Ostseeflotte. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte bereits im Dezember vor Versuchen gewarnt, das gut 15.000 Quadratkilometer große Gebiet – vergleichbar mit Schleswig-Holstein – zu blockieren. Moskau werde sich dem widersetzen, was das Risiko eines großangelegten Konflikts berge.Litauische Abgeordnete mussten am Mittwoch in unterirdischen Schutzräumen Zuflucht suchen, nachdem eine Drohne den Luftraum des Landes verletzt hatte. Der Betrieb am Flughafen Vilnius wurde zudem vorübergehend eingestellt. Dies ist der jüngste einer Reihe von sicherheitsrelevanten Zwischenfällen im Baltikum. Moskau hatte in der Vergangenheit die Sorge geäußert, ukrainische Drohnen könnten den baltischen Luftraum für Angriffe auf Ziele in Russland nutzen. Die Regierung in Kiew und die drei baltischen Staaten weisen dies zurück.Litauen, Lettland und Estland waren im Zweiten Weltkrieg von NS-Deutschland besetzt und anschließend in die Sowjetunion eingegliedert worden, bevor sie 1991 nach dem Zusammenbruch der UdSSR ihre Unabhängigkeit erlangten.Reuters/säd
Kreml-Sprecher Peskow: Russland wirft litauischer Regierung wegen Aussagen über Kaliningrad Wahnsinn vor - WELT
Nachdem der litauische Außenminister Budrys sich scharf gegenüber Russland geäußert hat, wirft der Kreml ihm unter anderem Verantwortungslosigkeit vor. Die baltischen Staaten seien geradezu manisch antirussisch eingestellt.






