Millennials und jüngere Mitglieder der Gen X werden sich vielleicht an die MTV-Sendung Pimp my Ride erinnern, in der Rapper Xzibit Schrottkarren in Luxuskarossen verwandelt. Aus dem Faible des Musikers, immer wieder relativ sinnlose Accessoires wie ein Aquarium, eine Saftbar oder einen Billardtisch in die Autos einzubauen, entsteht das sogenannte „Yo Dawg“-Meme. Das bezieht sich auf die Idee, Produkte mit möglichst vielen anderen Produkten vollzustopfen, oft gegen den Willen der Nutzer:innen. Für mich ist der aktuelle Trend, generative KI in alles einzubauen, was nicht bei drei auf dem Baum ist, die moderne Entsprechung dieser Idee. Und wenn man sich die Ankündigungen von der diesjährigen Google I/O ansieht, scheinen die Google-Produktmanager:innen offensichtliche Fans des MTV-Formats zu sein.Anzeige
KI-Übersichten in der Suche dürften beispielsweise nicht aus einem Wunsch von User:innen entstanden sein. Ob und wie diese wirklich genutzt werden, ist unklar. Laut CEO Sundar Pichai hat das Feature zwar 2,5 Milliarden aktive monatliche User:innen. Aber das dürfte auch daran liegen, dass die Funktion laut einer Ahrefs-Analyse aus November 2025 im Schnitt bei 20 Prozent aller untersuchten Anfragen auftaucht. Bei Suchanfragen mit mehr als sieben Wörtern sogar bei 46 Prozent. Ob Nutzer:innen diese Funktion jetzt wollen oder sie ablehnen: Sehen müssen sie sie in vielen Fällen ohnehin. Aber Google scheint das nicht zu reichen.











