Emmanuel Moulin wird die französische Notenbank leiten und damit auch ab 1. Juni in den EZB-Rat einziehen. Der Vertraute von Präsident Emmanuel Macron erhielt am Mittwoch im parlamentarischen Bestätigungsverfahren grünes Licht. Zwar war eine Mehrheit in den zuständigen Ausschüssen gegen den Kandidaten. Sozialisten, die linke Partei La France Insoumise und der rechtsextreme Rassemblement National hatten zuvor schon angekündigt, gegen ihn stimmen wollen. Doch wurde die Veto-Schwelle von 60 Prozent klar verfehlt, mit der die Nominierung blockiert hätte werden können. Der ehemalige Generalsekretär des Élysée-Palastes löst François Villeroy de Galhau als Gouverneur der Banque de France ab. Moulin ist ein ausgewiesener Wirtschafts- ⁠und Finanzexperte und erfahrener Krisenmanager in der Verwaltung. Der vorzeitige Rücktritt von Villeroy de Galhau, dessen Mandat noch bis Oktober 2027 gegangen wäre, hatte Macron die Möglichkeit eröffnet, Moulin als Nachfolger zu nominieren. Macron scheidet im kommenden Frühjahr aus dem Amt.