Stand: 20.05.2026 • 13:42 Uhr
Billige Importe und gepanschter Honig setzen deutsche Imker unter Druck. Gleichzeitig entdecken auch junge Menschen die Leidenschaft für die vielfältigen Arbeiten rund um den Bienenstock.
Das Summen ist das Erste, was man hört. Tausende Bienen fliegen ein und aus, tragen Pollen an den Beinen, verschwinden im Stock. Simon Opitz steht ruhig daneben, hebt vorsichtig einen Rahmen aus dem Bienenkasten und betrachtet die Wabe.
"Wenn ich bei den Bienen bin, kann ich zur Ruhe kommen", sagt der 17-Jährige Imker aus Euskirchen. Für ihn ist dieser Moment Alltag - und doch immer wieder besonders. "Es beeindruckt mich zu sehen, was die Bienen in Gemeinschaft leisten können. Betrachtet man sie auf einer Wabe, wuseln sie scheinbar alle durcheinander. Doch jede verfolgt eine Aufgabe."
Vor sechs Jahren begann seine Leidenschaft für die Imkerei. "Schon vorher habe ich mich sehr für die Natur und die Bienen interessiert", erzählt Opitz. Sein Großvater hielt bereits Bienen, auch sein Patenonkel imkert. Mittlerweile ist er ausgebildeter Bienensachverständiger im Bienenzuchtverein Euskirchen und damit Ansprechpartner für Bienen-Probleme in der Region.













