PfadnavigationHomePodcastsAha!WISSENSCHAFTS-PODCASTWie steht es um unsere Bienen?Stand: 11:39 UhrLesedauer: 3 MinutenQuelle: picture alliance/APA-Images/Willfried Gredler-OxenbauerWarum brauchen Bienen mehr Schutz und warum kann selbst gut gemeinte Imkerei zum Problem werden? Ein Bienenforscher erklärt, warum Honigbienen und Wildbienen nicht automatisch dieselben Interessen haben und weshalb unser Umgang mit Bestäubern neu gedacht werden muss.Außerdem beantworten wir die Frage: Warum läuft unsere Nase, wenn wir weinen?Hier können Sie die Folge direkt hören:Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:Bienen gelten als Symbol für Naturschutz und Artenvielfalt. In dieser Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ geht es jedoch um eine oft übersehene Seite des Bienenschutzes: Warum geraten viele Wildbienenarten unter Druck, obwohl immer mehr Menschen Honigbienen halten? Welche Rolle spielen intensive Landwirtschaft, schwindende Lebensräume und moderne Imkerei? Und warum kann selbst gut gemeinter Bienenschutz problematische Folgen haben? Darüber spricht der Biologe und Bienenforscher Torben Schiffer.Warum Bienen so wichtig sindBienen und andere Bestäuberinsekten spielen eine zentrale Rolle für unsere Ökosysteme. Ein großer Teil unserer Nutzpflanzen ist auf ihre Bestäubung angewiesen. Neben der bekannten Honigbiene leben in Deutschland mehrere hundert Wildbienenarten – dazu kommen weitere Bestäuber wie Schmetterlinge, Käfer, Schwebfliegen und Wespen.Viele dieser Arten stehen inzwischen massiv unter Druck. Zu den wichtigsten Ursachen zählen der Verlust natürlicher Lebensräume, intensive Landwirtschaft und ein immer knapperes Nahrungsangebot. Blühflächen verschwinden, Monokulturen prägen große Teile der Landschaft und Pestizide belasten die Insekten zusätzlich.Warum mehr Honigbienen nicht automatisch helfenImmer mehr Menschen halten Honigbienen – oft mit dem Wunsch, etwas für die Natur zu tun. Genau darin sieht der Bienenforscher jedoch eine problematische Entwicklung. Denn Honigbienen sind Nutztiere und konkurrieren mit Wildbienen sowie anderen Bestäubern um dieselben Nahrungsquellen.Vor allem in Städten und dicht besiedelten Regionen kann die Zahl der Bienenvölker inzwischen deutlich höher sein als unter natürlichen Bedingungen. Dadurch wird ein großer Teil des verfügbaren Nektars und Pollens von Honigbienen genutzt, während Wildbienen und andere Insekten weniger Nahrung finden. Das kann Folgen für ganze Ökosysteme haben, weil viele Pflanzen und Tiere indirekt von diesen Bestäubern abhängig sind.Was Bienen wirklich helfen würdeNach Ansicht vieler Forschender reicht es nicht aus, einzelne bienenfreundliche Pflanzen auf Balkonen oder in Gärten anzubauen. Entscheidend sind größere Veränderungen in Landwirtschaft und Flächennutzung.Wichtige Maßnahmen wären mehr dauerhaft blühende Flächen, weniger Pestizide und ein bewussterer Umgang mit Honigbienenhaltung. Gleichzeitig braucht es mehr Aufklärung darüber, dass Bienenschutz nicht nur Honigbienen meint, sondern die gesamte Vielfalt der Bestäuberinsekten.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.