Reformen im Straßenverkehr : Führerschein soll „bezahlbarer und moderner“ werden – Kabinett beschließt Reform20.05.2026, 12:25Lesezeit: 2 Min.Das Kabinett will die Fahrschulausbildung digitaler machen. Zudem soll der Führerschein laut Verkehrsminister Schnieder „bezahlbarer werden“, er sei „ein Schlüssel zur eigenen Freiheit.“Der Erwerb des Führerscheins in Deutschland soll „bezahlbarer und moderner“ werden. Das Bundeskabinett beschloss am Mittoch eine Reform der Fahrschulausbildung. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) erklärte: „Der Führerschein ist ein Schlüssel zur eigenen Freiheit – besonders dort, wo Bus und Bahn nicht regelmäßig fahren. Mobilität darf kein Privileg sein.“ Er betonte, mit der Reform würden die „Sicherheitsstandards auf höchstem Niveau“ bleiben.Konkret sollen Fahrschulen unter anderem mehr digitalen Unterricht anbieten und frei über Lehrmethoden entscheiden können. Der Katalog mit inzwischen mehr als 1.100 Fragen für die theoretische Prüfung soll um ein Drittel reduziert werden. Für die Zahl der Sonderfahrten bei Dunkelheit oder auf Autobahnen sollen keine festen Vorgaben mehr gelten. Praktische Fahrprüfungen sollen künftig einige Minuten kürzer sein als bisher üblich.Pkw-Führerschein kostet durchschnittlich 3400 EuroDer Entwurf kommt nun in Bundestag und Bundesrat. Angestrebt wird, dass die neuen Regeln Anfang 2027 in Kraft treten. Dazu gehören soll auch mehr Transparenz und Vergleichbarkeit zu den Leistungen von Fahrschulen. Preise und Erfolgsquoten aller Fahrschulen sollen künftig online veröffentlicht werden.Der Erwerb eines Pkw-Führerscheins in Deutschland kostet laut Verkehrsmininsterium aktuell im Durchschnitt 3400 Euro. „Durch eine Kombination aus Digitalisierung, Bürokratierückbau und mehr Transparenz sollen die Kosten künftig deutlich gesenkt werden“, erklärte Minister Schnieder.Vorgesehen sind etwa weniger Sonderfahrten, Theorieunterricht auch komplett online, ein kürzerer Fragenkatalog und die Möglichkeit privater Übungsfahrten etwa mit einem Elternteil. Für die Reform legte das Verkehrsministerium einen Gesetzentwurf zur Änderung des Fahrlehrergesetzes und anderer straßenverkehrsrechtlicher Gesetze vor.
Führerschein-Reform: Das soll sich in Zukunft ändern – alle Details
Das Kabinett will die Fahrschulausbildung digitaler machen. Zudem soll der Führerschein laut Verkehrsminister Schnieder „bezahlbarer werden“, er sei „ein Schlüssel zur eigenen Freiheit.“










