Bundestrainer Jürgen Klinsmann und Bundeskanzlerin Angela Merkel 2006

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Was waren das noch für Zeiten für die »Bild«-Zeitung vor 20 Jahren. Wie sie da noch mit der Nationalmannschaft und ihrem Bundestrainer umspringen konnte. Nach dem 1:4 gegen Italien in Florenz im März 2006, drei Monate vor Start der Heim-WM, betitelte sie die Elf als »die roten Flaschen«, weil sie in ungewohntem Rot aufgetreten war, und seufzte: »Mamma Mia, sind die schlecht!«. Ihr Coach Jürgen Klinsmann war für die Zeitung ohnehin nur der »Grinsi-Klinsi«, und dann war da natürlich noch die Sache mit der Pizza.

Nach jenem Italienspiel kreierte die Zeitung auf ihrer Sportseite die Pizza »Quattro Gegentori« mit dem Konterfei aller beteiligten DFB-Spieler und gab jedem von ihnen eine Geschmacksrichtung. »Ei Lehmann – fängt sich vier Dinger«, »Salami Ballack – spielt wie eine Wurst«, »Ananas Lahm – zu süß zu seinen Gegenspielern« und »Zwiebel Klose – nur noch zum Heulen«.

Drei Monate später waren dieselben Pizzazutaten die gefeierten Helden der Nation, die »roten Flaschen« waren zu Champagner geworden, alles bejubelte das Sommermärchen, und die »Bild«-Zeitung rief nach dem Turnier bei allen Spielern an, sie sollten Jürgen Klinsmann doch bitte schön zum Weitermachen bewegen.