In vielen Haushalten stellt sich allabendlich dieselbe Frage: Darf die Katze mit unter die Decke oder sollte sie lieber im Wohnzimmer bleiben? Während Katzen oft als distanzierte Einzelgänger gelten, zeichnet die moderne Verhaltensforschung ein anderes Bild. Wie der YouTube-Kanal „Knuddel die Katz'“ in seinem Beitrag „Warum Katzen immer bei uns im Bett schlafen sollten“ erläutert, ist der gemeinsame Schlaf für die Tiere weit mehr als nur eine bequeme Gewohnheit – er ist ein tiefgreifender biologischer und emotionaler Bindungsprozess.

Sicherheit in der verletzlichsten Phase

In der freien Natur sind Katzen zwar Jäger, beim Schlafen jedoch selbst extrem verwundbar, da ihre Sinne heruntergefahren sind. Wenn sich eine Katze dazu entscheidet, bei ihrem Menschen zu schlafen, ist dies eine aktive Wahl für Sicherheit. Sie signalisiert damit: „Du bist der sicherste Ort in meiner Welt“.

In der Wohnung fungiert der Mensch als Anker und fester Teil der sozialen Schlafgemeinschaft, die Katzen in der Natur in stabilen Gruppen bilden würden. Die Nähe im Bett hat messbare Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Tier.

Laut den im Beitrag zitierten Erkenntnissen der Verhaltensforschung gleichen sich die Atmungsrhythmen über die Zeit einander an. Zudem wird bei beiden das Bindungshormon Oxytozin ausgeschüttet, während der Spiegel des Stresshormons Kortisol sinkt. Diese physiologische Nähe wirkt für das Nervensystem der Katze wie Medizin und ermöglicht ihr eine tiefere Regeneration.