Ein paar Solarmodule an den Balkon hängen, Stecker rein, Sonne drauf – und am Ende weniger Geld an den Stromanbieter überweisen. So einfach klingt das Versprechen der Balkonkraftwerke. Gerade jetzt, da Miete, Einkauf und Energie für viele Haushalte teurer geworden sind, klingt das verlockend. Es sei denn, man wohnt zur Miete.
Stephan Natz von den Berliner Stadtwerken sagt: „Papierkram ist bei Solar fast immer da – egal ob riesiges Schuldach oder kleines Balkonmodul.“ Teile kaufen, planen, anmelden beim Netzbetreiber: „Das ist alles immer gleich.“ Bei einer großen Anlage lohnt sich der Aufwand aber schneller. „Das ist einfach der Unterschied“, sagt Natz. „Es hat ja aber alles eine Berechtigung.“
Der Wunsch nach eigenem Strom ist nicht neu. Schon nach den Ölkrisen der 1970er-Jahre bastelten Menschen an Mini-Kraftwerken: Dynamo ans Fahrrad, Heimtrainer als Stromquelle. Für eine Lampe reichte das vielleicht. Für Kühlschrank, Herd oder Waschmaschine nicht.
Heute ist das Balkonkraftwerk die massentaugliche Version dieser Idee. Rund 2200 solcher Steckersolargeräte sind in Marzahn-Hellersdorf derzeit registriert. Das teilt der Bezirk auf Anfrage der Berliner Zeitung mit. Die Zahl sagt allerdings nicht, wo die Anlagen hängen oder stehen.








