Der weltweit steigende Absatz von Elektroautos kann durch die anhaltende Blockade der Straße von Hormus einen zusätzlichen Schub erhalten. Schon 2025 sei der weltweite Absatz um 20 Prozent auf 21 Millionen gestiegen – was bedeute, dass ein Viertel aller weltweit verkauften Neuwagen Elektroautos gewesen seien. Das geht aus einer Studie der Internationalen Energieagentur (IEA) hervor. Chinesische Autohersteller lieferten 60 Prozent der weltweit verkauften Elektrowagen, während europäische und nordamerikanische Hersteller jeweils etwa 15 Prozent der E-Autos produzierten. Chinesische Hersteller nutzen die globale Energiekrise dabei gezielt als Turbo für ihre Exportoffensive bei E-Autos und Solartechnik.

In Deutschland, dem größten Markt für E-Autos in Europa, stieg der Absatz schon 2025 den Angaben zufolge um 50 Prozent und erreichte mit 850.000 Fahrzeugen einen Rekordwert. Dieser Aufschwung sei nicht nur durch steuerliche Vergünstigungen für Elektro-Firmenwagen unterstützt worden, sondern auch durch eine größere Verfügbarkeit erschwinglicherer Modelle, argumentiert die IEA.

Absatz von E-Autos zieht 2026 weiter an

Für das laufende Jahr erwartet die IEA einen weiteren Anstieg der weltweiten Verkaufszahlen von Elektroautos auf rund 23 Millionen, was fast 30 Prozent aller weltweit verkauften Autos ausmache. Laut dem IEA Global Energy Review 2026 bremsten wachsende E-Auto-Flotten bereits 2025 die globale Ölnachfrage spürbar. Die Sperrung der Straße von Hormus und ein anhaltend hohes Ölpreisniveau dürften den Verkauf von E-Autos mittelfristig weiter ankurbeln, hieß es. Erwartbar sei, dass Länder Kaufprämien und Vergünstigungen für Elektrowagen einführten, um die Bevölkerung zu entlasten und die Abhängigkeit von Ölimporten zu verringern.