PfadnavigationHomePS WELTAuto-NewsÖlpreis-Turbo trifft auf Infrastruktur-SchneckeStudie zum Ausbau der E-MobilitätVeröffentlicht am 08.05.2026Lesedauer: 3 MinutenE-Autos sind in Europa auf dem Vormarsch, doch der Ausbau der für die vielen neuen Stromer benötigten Infrastruktur dürfte mit dieser Dynamik nicht schritthaltenQuelle: SP-XDie Autofahrer in der EU haben das E-Auto für sich entdeckt. Für einen starken Anstieg der Nachfrage sorgt derzeit der Ölpreisschock. Mit diesem Boom kann allerdings der Ausbau der Infrastruktur nicht mithalten, wie eine Studie warnt.SP-X/Hamburg. Die infolge des Irankriegs gestiegenen Ölpreise wirken in Europa wie ein zusätzlicher Beschleuniger für die Elektromobilität. Gleichzeitig droht jedoch der schleppende Ausbau der Ladeinfrastruktur zur Bremse der Verkehrswende zu werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Kreditversicherers Allianz Trade.

Seit Beginn des Konflikts ist der Ölpreis laut Studie um rund 30 Prozent gestiegen. Damit wächst auch der finanzielle Druck auf Autofahrer. Neben Kraftstoffpreisen von teils deutlich über zwei Euro pro Liter seien die Kosten für Wartung, Ersatzteile und Reparaturen in der EU seit 2021 um 20 bis 37 Prozent gestiegen. Deutsche Haushalte wenden inzwischen sieben bis acht Prozent ihres Einkommens für Mobilität mit dem Auto auf, bei einkommensschwächeren Gruppen liegt der Anteil sogar bei mehr als elf Prozent.