Die Verhandlerin: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat mit Donald Trump eine Vereinbarung getroffen, um einen Handelskrieg abzuwenden

Nach monatelangen Verhandlungen ist der Weg frei für die Umsetzung einer Zollvereinbarung zwischen der Europäischen Union und den USA aus dem vergangenen Jahr. Vertreter aus dem Europaparlament und dem Rat der 27 EU-Länder einigten sich in der Nacht zum Mittwoch in Straßburg darauf, europäische Zölle auf US-Industriewaren, wie mit US-Präsident Donald Trump (79) vereinbart, abzuschaffen. Zudem sollen US-Meeresfrüchte sowie Agrarprodukte einen besseren Zugang zum europäischen Markt bekommen.

Trump hatte zuvor den Druck erhöht. Er setzte der EU eine Frist bis zum 4. Juli: Sollte die Umsetzung bis dahin nicht beschlossen sein, werde er neue Aufschläge verhängen und die Zölle auf Autos von derzeit 15 Prozent auf 25 Prozent erhöhen. Ein solcher Schritt hätte die deutschen Autobauer besonders hart getroffen, nach der Einigung in der Nacht zum Mittwoch dürfte die EU die Frist aber einhalten.

Der Kompromiss schafft die europäischen Zölle auf US-Industriewaren wie Autos und Maschinen ab. Amerikanische Autos verkaufen sich etwa in Deutschland nur schleppend – wegen der EU-Zölle, wie Trump behauptet.