In unserem Liveblog informieren wir Sie über alle Entwicklungen in der zweiten Präsidentschaft von Donald Trump.US-Truppenverlegung nach Polen verzögert sich Eine geplante Verlegung von 4000 US-Soldaten nach Polen verzögert sich nach Angaben von US-Vizepräsident JD Vance. ​Es handele sich dabei jedoch nicht um einen Truppenabbau in Europa, sagt Vance vor Journalisten im Weißen Haus. Die USA wollten lediglich Ressourcen so umschichten, dass die Sicherheit der USA maximiert werde. „Ich glaube nicht, dass das für Europa schlecht ist“, ⁠sagt er. Zugleich fordert Vance die Europäer auf, mehr Verantwortung für die gemeinsame Verteidigung zu übernehmen. Berichte über die geänderten Pläne sind bei US-Abgeordneten auf scharfe Kritik gestoßen. Sie fürchten, dass Präsident Donald Trump Verbündete im Stich lassen könnte. Polens Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz schrieb auf X: „Der US-Kriegsminister hat bestätigt, dass sich das Engagement der USA für die Verteidigung und Sicherheit Polens nicht ändert.“ Nach Angaben der polnischen Regierung habe das US-Verteidigungsministerium keine Entscheidung über eine Truppenreduzierung in dem NATO-Land getroffen. Das habe Kosiniak-Kamysz im Gespräch mit seinem amerikanischen Amtskollegen Pete Hegseth erfahren. Die Regierung in Warschau hatte umgehend dementiert, dass das Land vom Entsendungsstopp betroffen sei. Doch herrschte danach lange Zeit Verwirrung und Unklarheit. Nach seinem Gespräch mit Hegseth schrieb Kosiniak-Kamysz nun: „Die getroffenen Entscheidungen richten sich in keiner Weise gegen unsere strategische Partnerschaft. Das Pentagon arbeitet derzeit an einem neuen Plan für die Stationierung seiner Truppen in ganz Europa.“ Irem YildirimUS-Aufsicht plant Lockerungen für Börsengänge und Berichtspflichten Die US-Börsenaufsicht SEC will die Regeln für Börsengänge und die Berichtspflichten von Unternehmen ​drastisch lockern. Damit treibt die Behörde das Ziel der Regierung von Präsident Donald Trump voran, ⁠den Aktienmarkt für Firmen attraktiver zu machen. Die am Dienstag vorgestellten Pläne sehen vor, dass deutlich mehr Unternehmen schneller und kostengünstiger Aktien ausgeben können. Zudem sollen sie in vielen Fällen von gelockerten Offenlegungspflichten profitieren.Die Änderungen ‌würden Anreize für Unternehmen schaffen, „an die Börse zu gehen und dort zu bleiben“, erklärte SEC-Chef Paul Atkins. Der Anlegerschutz werde dadurch nicht beeinträchtigt. Während Branchenverbände die Pläne begrüßten, warnten Verbraucherschützer vor einer ‌höheren Gefahr von unternehmerischem Fehlverhalten.Konkret ist ‌unter anderem vorgesehen, den Schwellenwert für sehr strenge Prüfungs- und Meldepflichten deutlich anzuheben. Bislang gelten diese Vorgaben für Firmen, deren frei handelbare Aktien einen Wert von 700 Millionen Dollar überschreiten. Künftig soll diese Grenze bei zwei ​Milliarden Dollar liegen. Zudem sollen alle Unternehmen in den ⁠ersten fünf Jahren nach ihrem Börsendebüt von den strengeren Regeln ausgenommen werden. Einem Insider zufolge würde nach den neuen Kriterien ​nur noch etwa jedes fünfte derzeit börsennotierte Unternehmen unter die strengeren Auflagen fallen. Diese Firmen machten aber weiter 90 Prozent der gesamten ⁠Marktkapitalisierung aus, ‌hieß es aus SEC-Kreisen. Irem YildirimTrumps Umfrage-Werte sinken Ein Rückgang der Zustimmung unter Republikanern hat ​US-Präsident Donald Trump die nahezu schlechtesten Umfragewerte seiner zweiten ⁠Amtszeit beschert. Einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters und des Instituts Ipsos zufolge sind 35 Prozent der Befragten mit der ‌Arbeit des Republikaners zufrieden. Dies ist ein Rückgang um einen Prozentpunkt zur vorherigen Umfrage und liegt einen Punkt über dem ‌bisherigen Tiefstwert von 34 ‌Prozent, der im April gemessen wurde. Trump trat das Amt im Januar 2025 mit einer Zustimmung von 47 Prozent an.In seiner eigenen ​Partei sanken die Zustimmungswerte ⁠auf 79 Prozent nach 82 Prozent vor einigen Tagen und 91 Prozent zu Beginn seiner ​zweiten und laut Verfassung letzten Amtszeit. Inzwischen sagen 21 Prozent der ⁠Republikaner, dass sie ‌von seiner Amtsführung enttäuscht sind, nach fünf Prozent im Januar 2025. In der Umfrage zeigten sich seine Parteianhänger vor allem unzufrieden ⁠mit seiner Wirtschaftspolitik ⁠angesichts der Lebenshaltungskosten. Hier lag die Zustimmung bei 47 Prozent und die ⁠Ablehnung ​bei ⁠46 Prozent. Der von Washington ​und Israel begonnene Krieg gegen den Iran ‌hat in den USA insbesondere zu höheren Benzinpreisen geführt. Irem YildirimUSA und Nigeria töten 175 IS-Terroristen bei Militäreinsatz Bei einem gemeinsamen Einsatz der nigerianischen Streitkräfte und des US-Militärs sind nach Angaben von Nigerias Verteidigungshauptquartier 175 Kämpfer der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) „eliminiert“ worden. Die gemeinsamen Luftangriffe, die vor ein paar Tagen begonnen hatten, haben demnach zur Zerstörung von IS-Kontrollpunkten, Waffenlagern, Logistikzentren, militärischer Ausrüstung und Finanznetzwerken der Terrororganisation geführt.Am Wochenende hatten die USA und Nigeria nach Angaben von Präsident Donald Trump bereits IS-Vizechef Abu Bilal al-Minuki, getötet. Auch im vergangenen Dezember gab es im Nordwesten des afrikanischen Landes, das etwa zur Hälfte von Muslimen und Christen bewohnt wird, einen von beiden Ländern koordinierten Luftangriff gegen den IS. Trump betonte damals, die IS-Kämpfer hätten in Nigeria Christen ermordet. Das nigerianische Außenministerium erklärte jedoch, im Fokus des Luftangriffs habe der Anti-Terror-Kampf gestanden, nicht Religion.Im Februar schickten die USA dann 100 Soldaten in den Nordosten des Landes, um nigerianische Soldaten im Kampf gegen islamistische Terroristen und andere bewaffnete Gruppen auszubilden und technisch zu unterstützen. Grynkewich bestätigt Nicht-Stationierung der TomahawksDer US-General und NATO-Oberbefehlshaber Alexus Grynkewich hat bestätigt, dass die Vereinigten Staaten vorerst keine weitreichenden Mittelstreckenwaffen in Deutschland stationieren werden. Die zuvor geplante Verlegung eines sogenannten „Long Range Fires Battalion“ werde nicht beginnen, sagte der US-General, der gleichzeitig auch Befehlshaber des für Europa zuständigen US-Militärkommandos Eucom ist. Grynkewich erklärte zudem, dass der von US-Präsident Donald Trump angekündigte Abzug von rund 5.000 Soldaten aus Europa zu einem beträchtlichen Teil über die Rückkehr eines sogenannten Brigade Combat Teams erfolgen werde.Zu möglichen weiteren Anpassungen der US-Truppenstärke in Europa sagte Grynkewich, kurzfristig erwarte er keine anderen Ankündigungen. Langfristig sollte man durchaus mit weiteren Rückverlegungen rechnen, da Europa seine Fähigkeiten und Kapazitäten weiter ausbaue und mehr Verantwortung für die konventionelle Verteidigung Europas übernehme. Kubas Präsident warnt vor BlutbadVor dem Hintergrund neuer Spannungen zwischen Havanna und Washington hat der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel hat davor gewarnt, dass ein militärischer Angriff der USA auf Kuba „ein Blutbad mit unabsehbaren Folgen" verursachen werde. Kuba stelle keine Bedrohung dar und hege auch keine aggressiven Absichten gegenüber irgendeinem Land, schrieb er er am Montag auf er Plattform X. Es plane auch keinen Angriff auf die USA. Laut Díaz-Canel leidet Kuba „bereits unter einer vielschichtigen Aggression seitens der USA“. Und er betonte, dass sein Land „das uneingeschränkte und legitime Recht hat, sich gegen einen militärischen Angriff zu verteidigen“. Opposition kritisiert Trump wegen Entschädigungsfonds US-Präsident Donald Trump hat wegen eines neuen Entschädigungsfonds für angebliche Opfer von Behörden Kritik auf sich gezogen. Der Minderheitsführer der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, sprach von „Schmiergeld“ für Trump-Verbündete. Rund 1,8 Milliarden Dollar (rund 1,5 Milliarden Euro) sollen nach Angaben des US-Justizministeriums in einen neuen Fonds fließen, mit dem angebliche Opfer von politisch oder ideologisch motiviertem Vorgehen des Staates entschädigt werden sollen. Der Fonds ist das Ergebnis eines bemerkenswerten Vergleichs zwischen Trump und der Justiz: Der Präsident hatte im Januar als Privatperson gegen den Staat geklagt und eine Milliardenentschädigung gefordert. In der Klage war einem damaligen Mitarbeiter der Bundessteuerbehörde (Internal Revenue Service, IRS) vorgeworfen worden, sich während Trumps erster Amtszeit (2017–2021) unrechtmäßig Zugang zu Steuerdaten der Familienfirma Trump Organization verschafft und diese an „linksgerichtete Medien“ weitergegeben zu haben. Die Behörde untersteht dem US-Finanzministerium.Das Justizministerium teilte nun mit, die Staatsanwaltschaft habe sich mit Trump auf die Einrichtung des Fonds geeinigt. Im Gegenzug wurde die Klage fallengelassen. Schumer bezeichnete Trumps Vorgehen als Korruption. Mehreren US-Medien zufolge könnte sich der Fonds etwa an Trump-Anhänger richten, die beim Sturm auf das Kapitol 2021 dabei gewesen waren und dafür während der Regierungszeit Joe Bidens angeklagt worden waren. Trump hatte nach seinem Amtsantritt 2025 etliche Begnadigungen ausgesprochen.Uli PutzStreit mit Kanada: USA legen Verteidigungsrat auf EisAls Folge der Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Kanada zieht sich das US-Verteidigungsministerium aus einem Teil der militärischen Zusammenarbeit zurück. Weil Kanada seinen Zusagen in der Verteidigungspolitik nicht hinreichend nachkomme, legen die USA die Arbeit im ständigen Verteidigungsrat auf Eis, wie der leitende Pentagon-Mitarbeiter Elbridge Colby auf X mitteilte. „Wir können die Kluft zwischen Worten und Taten nicht länger ignorieren.“Das gemeinsame Gremium wurde 1940 geschaffen, um sich in Fragen der Verteidigung enger abzustimmen. Es setzt sich aus führenden Vertretern des Militärs sowie der Regierungen beider Länder zusammen. Colby deutete an, dass Kanada mehr Ressourcen in die eigene Verteidigung stecken müsse. „Nur wenn wir in unsere eigenen Verteidigungskapazitäten investieren, können Amerikaner und Kanadier in Sicherheit und Wohlstand leben.» Colby verlinkte unter dem Beitrag eine Rede von Kanadas Premierminister Mark Carney beim Weltwirtschaftsforum in Davos im Januar. In dem viel beachteten Beitrag hatte der Regierungschef gesagt, das US-geführte globale Regierungssystem erlebe derzeit einen Bruch, der durch die Konkurrenz der Großmächte und eine schwindende regelbasierte Ordnung gekennzeichnet sei. US-Präsident Donald Trump reagierte empört auf die Rede.Die Beziehungen zwischen den USA und Kanada sind seit dem neuerlichen Amtsantritt Trumps schwer belastet. Neben Zöllen wird das Verhältnis auch von Trumps immer wieder geäußerten Wunsch strapaziert, Kanada als 51. Bundesstaat einzugliedern.Ben MenglerUSA verhängen neue Sanktionen gegen kubanischen Geheimdienst und mehrere Politiker Die US-Regierung hat neue Sanktionen gegen Kuba verhängt, darunter gegen mehrere Politiker sowie den wichtigsten Geheimdienst des Landes. Wie die dem US-Finanzministerium unterstellte Behörde OFAC am Montag bekannt gab, richten sich die neuen Sanktionen gegen den Geheimdienst des kommunistisch regierten Karibikstaats sowie gegen neun kubanische Staatsangehörige, darunter die Minister für Kommunikation, Energie und Justiz. Auch hochrangige Funktionäre der Kommunistischen Partei und drei Generäle des Landes werden demnach sanktioniert.Die US-Regierung hat den Druck auf Kuba massiv erhöht und fordert wirtschaftliche und politische Reformen in dem Karibikstaat. Zugleich dachte US-Präsident Donald Trump wiederholt laut darüber nach, das Land zu „übernehmen“. Kuba steckt in der schwersten Wirtschaftskrise seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Mit einer Ölblockade gegen die kommunistisch regierte Karibikinsel hatte Trump die Krise zuletzt massiv verschärft.USA verlängern Lockerung der Sanktionen für russisches ÖlDie US-Regierung hat die Lockerung der Sanktionen für russisches Öl abermals um einen Monat verlängert. Das Finanzministerium in Washington erteilte am Montag eine zeitlich begrenzte Ausnahmelizenz, die für weitere 30 Tage den Verkauf von russischem Rohöl und russischen Erdölprodukten erlaubt, die sich bereits auf Schiffen befinden. Die Verlängerung biete „den am stärksten gefährdeten Ländern die Möglichkeit, vorübergehend auf russisches Öl zuzugreifen“, sagte US-Finanzminister Scott Bessent.Die Lockerung der Sanktionen betrifft auch Schiffe der sogenannten russischen Schattenflotte. Ausgenommen sind lediglich russische Öllieferungen an Iran, Kuba und Nordkorea sowie von Russland besetzte Gebiete in der Ukraine, einschließlich der Krim.Die USA hatten im März wegen der Sperrung der Straße von Hormus und der in der Folge stark gestiegenen Ölpreise die gegen Russland verhängten Sanktionen gelockert. Dies war ursprünglich nur als vorübergehende Maßnahme vorgesehen. Mitte April war die Ausnahmeregelung jedoch bereits um einen Monat verlängert worden. Diese war am Samstag ausgelaufen. Sebastian GubernatorTrump plant offenbar Hubschrauberlandeplatz am Weißen HausUS-Präsident Donald Trump denkt laut Medienberichten über eine weitere äußerliche Veränderung am Weißen Haus nach. Womöglich im Sommer könnte der Bau eines dauerhaften Helikopterlandeplatzes beginnen, berichtet die „Washington Post“ unter Berufung auf nicht genannte Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sein sollen. Auch das „Wall Street Journal“ berichtet über einen solchen Plan.Der Grund: Neuere Helikopter können den Medienberichten nach aktuell nicht am Weißen Haus eingesetzt werden. Ihre Bauweise berge die Gefahr, den Rasen durch heiße Luft, die nach unten geleitet wird, in Brand zu setzen. Deshalb sind dort weiterhin ältere Modelle im Dienst, die laut Medien ursprünglich schon vor Jahren hätten ausgemustert werden sollen. US-Präsidenten steigen auf der Südseite des Weißen Hauses auf einer Rasenfläche in die Helikopter.Mehr ladenTickarooLive Blog Software